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Warum benötigt ein Monitor erheblich weniger Pixel als ein Drucker?

Was meine ich zu wissen? Ein Pixel (= picture element) hat keine Dimension, es ist ein Informationselement in einer Datei (file), in einer Bilddatei. Die Summe aller Pixel ergibt das Bild. Je mehr Infoelemente in dieser Datei, desto besser die Voraussetzung (!) für eine detailgetreue Wiedergabe. Die Daten in einem einzelnen Element (Pixel) stammen von einer lichtempfindlichen Zelle aus dem Sensor. Die Anzahl der Zellen im Sensor ist also identisch mit der Anzahl der Pixel in der Bilddatei (falls nicht gebündelt wird). Die Information in einem Pixel beinhaltet digitale Daten über Farbe und Helligkeit an diesem Punkt der Abbildung. Deshalb kann man mit diesen digitalen Daten auch so fürchterlich viel rechnen (optimieren!?), sofort in der Kamera oder später am PC.
Eine physikalische Größe (in 2 Dimensionen) ergibt sich erst bei der Darstellung (!) dieses Pixels auf einem Monitor oder auf Papier. Mehr Pixel pro bestimmter Strecke ergibt eben eine detailreichere Darstellung des Bildes (=höhere Auflösung). Die Amis haben da historisch gewachsene Bezeichnungen: dpi = dots per inch für Drucker und ppi = pixel per inch für Monitore.
Konkret zu meiner Frage.
Monitore (z.B. Diagonale 19 Zoll) erwarten für ihre Darstellung eines Bildes 1280 x 1024 Pixel, = 1,3 Mio. Dieser Monitor ist etwa 50% größer als DINA4.
Drucker erfordern für eine gute Darstellung 300 dpi. Schon bei DINA4 heißt das: 21 x 30 cm, in Zoll (inch) 8,2 x 11,8. Erforderliche Pixel 2460 x 3540 = 8,7 Mio.
Warum kommt ein Monitor für seine akzeptierte(!)Darstellung mit einem Bruchteil der Pixel aus, die der Drucker braucht?
Nachtrag:
Bei den Sensoren gibt es diesen Pixelwahn, je mehr desto toller, aber kaum sinnvoller. Schon bei Druckern gibt es den nicht (bei 300 dpi ist Schluß, außer Spezialanwendungen) und bei Monitoren auch nicht (hier ist unter 100 ppi Schluß). Obwohl bei Monitoren in der Regel weit mehr Pixel als Input zur Verfügung stehen, wird dieser Überhang entsorgt.
Lochmaske, Druckraster & Co.

Ich gebe mal mein laienhaftes Wissen als Denkansatz auf den Weg. Ein Monitor hat wahrscheinlich nur rein rechnerisch die geforderte Auflösung. Tatsächlich liegt dem ganzen ja ein Raster zugrunde und wenn man genau hinschaut (nicht vergrößern, sondern wirklich nah an den Monitor geht), wird dieses Raster sichtbar. Das ist beim Druck mit einer niedrigen Auflösung (Posterdruck) ebenfalls bemerkbar. Eine hohe Auflösung (Pixelanzahl) bei einem Monitor ist in meinen Augen nur die halbe Miete. Wichtiger wäre sozusagen die Lochmaske/Pixeldichte. Also wieviele Pixel kann ich auf einer Fläche darstellen, ohne das sie als Raster erkannt werden. Und da spielt vermutlich der Betrachtungsabstand wieder eine Rolle (analog zum Posterdruck) ...
Wie gesagt, ich bin weniger Mathematiker, als Knipser.
Nachtrag

Nicht alle Monitore machen übrigens bei unter 100ppi schluss. Und das macht sich auch sehr gut in der Auflösung(Schärfe) bemerkbar. Das erlebe ich Tagtäglich mit meinem iPod-Touch, der hat eine Auflösung von 480 x 320 Pixeln bei 163 ppi. Ergo: gestochenscharfes Bild bei niedrigem Betrachtungsabstand ...
Blasse Apple-Ware

Wieder mal typisch Apple-Fanboy, der glaubt, er hätte was Besonderes - LOL
Das HTC touch hat 480x640 bei 287 ppi. Ergo: DAS ist ein gestochen scharfes Bild.
Ist gut…

…wir wissen es schon: Deiner ist grösser und Du kannst länger!
Übrigens: Was nützen mir 287ppi, wenn die Usability scheisse ist?
Typische Diskussion von "Fachleuten"

…wir wissen es schon: Deiner ist grösser und Du kannst länger!
Übrigens: Was nützen mir 287ppi, wenn die Usability scheisse ist?
Ging es nicht um die Auflösung von Monitoren? Da sehe ich gerade eine vernünftige Antwort im ganzen Forum. Sonst nur solches Bla bla bla wie dieses hier.
Ein Bildschirmpixel wird

Ein Bildschirmpixel wird synthetisiert aus drei Farbpixeln in jeweils 256 Abstufungen von 0 bis 255. Eben diese Abstufungen gibt es beim Drucker aber nicht. Er muss Graustufen erzeugen, indem er im bereich eines Bildschirmpixels Vollfarbpunkte in unterschiedlicher Anzahl setzt. Um auf 256 Graustufen zu kommen, muss man ein Bildschirmpixel also auf dem Drucker in ein Quadrat von 16x16 Vollfarbpixeln übersetzen.
Gast schrieb: Ein

Ein Bildschirmpixel wird synthetisiert aus drei Farbpixeln in jeweils 256 Abstufungen von 0 bis 255. Eben diese Abstufungen gibt es beim Drucker aber nicht. Er muss Graustufen erzeugen, indem er im bereich eines Bildschirmpixels Vollfarbpunkte in unterschiedlicher Anzahl setzt. Um auf 256 Graustufen zu kommen, muss man ein Bildschirmpixel also auf dem Drucker in ein Quadrat von 16x16 Vollfarbpixeln übersetzen.
Fast richtig! So kommen die Thermosublimationsdrucker mit 300 dpi aus, da sie wie der Bildschirm an jedem Pixel eine Farbtiefe von 24 bit erreichen, indem sie die Farben übereinander aufdampfen und damit mischen. Aktuelle Tintenstrahl-Drucker können pro Pixel ein klein wenig "mischen", indem sie die Pixelgröße variieren und sogar teilweise übereinander drucken, sodass die Rechnung kompliziert wird, wieviel Rasterpunkte für eine bestimmte Farbtiefe nötig sind. In Etwa kommen die Hersteller mit einer nominellen Pixeldichte von 2400 dpi oder mehr auf eine effektive Pixeldichte von 300-600 dpi bei 24 bit , was knapp über dem Auflösungsvermögen des menschlichen Auges liegt. Erst bei den Druckern der neuesten Generation ist auch in sehr hellen Farbtönen kaum noch ein Raster erkennbar. Insofern ist im Gegensatz zu Scannern bei Tintenstrahlern der "Pixelwahn" durchaus berechtigt.
Monitor, Drucker

Berücksichtigen Sie den typischen Betrachtungsabstand:
Auf Ihren Computerbildschirm schauen Sie aus 50 bis 70 Zentimeter Abstand. Sie brauchen schon ziemlich lange Arme, um einen Computerausdruck oder einen 9x13-Abzug aus dem gleichen Abstand zu betrachten. Und dennoch: Betrachten Sie mal Schriften und Kanten auf Ihrem Bildschirm, und Sie werden vermutlich Treppeneffekte feststellen. Auch Ihr Bildschirm könnte vermutlich noch etwas Spielraum vertragen, um feine Strukturen darzustellen.
Pixel

Pixel ist Pixel - grundsätzlich und grob vereinfacht. Angenommen der Monitor hat die berüchtigte "Auflösung" von 72 ppi, dann ist das Bild genausogut oder schlecht wie ein Ausdruck mit 72 dpi. Der Unterschied zwischen einem "normal" (=300 dpi) gedrucktem Bild und einem auf dem Monitor (=72 ppi) angezeigtem ist klar ersichtlich: Das gedruckte Bild ist wesentlich "schärfer", detailreicher.
Zwei Korrekturen noch:
1.) Ein Bildpunkt in der Kamera (also die optische Abbildung des Gegenstandsraumes in den Bildraum) wird üblicherweise nicht an einer Stelle in seiner Gesamtheit erfasst (Helligkeit und Farbe), sondern auf dem Sensor befinden sich lauter "einfarbige" Subsensoren, die nur eine der drei Grundfarben aufzeichnen. Daraus wird dann ein (Bild-)Pixel errechnet, der dann die gesamte Information in einem Punkt enthält. zur Darstellung (Monitor oder Drucker) muss dieser "bunte" Bildpunkt wieder in seiner Einzelfarben zerlegt werden.
2.) Bei Druckern gibt es genau den gleichen Pixelwahn, die Hersteller übertrumpf(t)en sich regelmäßig mit noch feineren Tintentröpfchen und hypothetischen Ausgabeauflösungen und verschweigen dabei, dass dieser kleinste Ausgabepunkt ja jeweils nur eine Farbe und eine Helligkeit darstellt. Für dunklere Farben müssen die dots auf dem Papier größer werden.
-DL
dpi, ppi

Man muss sich die Funktionsweise verdeutlichen und die dementsprechenden Einheiten klar machen: ppi bedeutet pixel per inch; hier ist wirklich ein Monitorpixel gleich einem Aufnahmepixel. Dpi bedeutet aber dots per inch und sagt bei einem Drucker aus, wie fein er die Tintentröpfchen auf das Papier bringt.
Wie auch schon erwähnt benötigt ein Drucker eine ganze Anzahl von dots um einen Pixel darzustellen (Druckraster).
dpi, ppi,dot usw.

ich denke, dass es sich hierbei um verschiedene Gebiete handelt. Bei Wikipedia findet man eine schöne Information über die verschiedenen Begriffe.
Es kommt mir so wie ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen vor. Der Bildschirm ist was anderes als der Drucker.
Der Bildschirm hat bestimmte Auflagen, genauso der Drucker; sonst funktionieren sie nicht bzw. das Ergebnis ist mäßig.
Beim Bildschirm geht es um die Auflösung. Die kann man einstellen. Auch die Größe des angezeigten Bildes kann man variieren (z.B. durch Prozentangabe bei Photoshop). Trotzdem sieht man erst ab bestimmten Grenzen Unterschiede in ein und demselben Bildgebiet. Ob ich die Bildgröße z.B. mit 40% oder mit 60% einstelle. Das Bild zeigt sich sehr ähnlich. Das vorgegebene Raster des Bildschirmes macht eine größere Auflösung als 96 dpi nicht sinnvoll. Zudem ist zur Anzeige auf dem TFT Bildschirm eine Hintergrundbeleuchtung notwendig. Das Bild leuchtet sozusagen.
Anders das gedruckte Bild. Es leuchtet nicht. Für ein technisch gutes Bild reicht bei den Tintenstrahlern eine Angabe von 300 dpi oder auch dot`s; d.h. Druckpunkte auf dem Papier. Daneben gibt es aber noch mehrere Parameter wie Papiergröße, Papierart (Hahnemühle hat da eine reichliche Auswahl) etc. Also ein Thema, was schier unerschöplich ist. Für den Druck gibt es das Berufsbild des Druckers. Drucken ist wesentlich mehr als der Druck auf dem heimischen Tintenstrahler.
Darum sollte man sich auch nicht soviel kümmern, sondern das Wichtigste ist doch, dass ich das Bild optimal sehe, egal auf Papier oder Bildschirm. Neben den möglichen Techniken, kommt da die Fähigkeit des Menschen zu Sehen zum tragen. Ein Kleinkind braucht ca. 2 Jahre, bis es die Sachen richtig herum sieht. Das Gehirn des Menschen ist zu ca. 1/3 damit beschäftigt, das Bild im Kopf zu erstellen. Jeder sieht da auch vielleicht etwas anders. Im Kopf wird das auf dem Bildschirm angezeigte Bild real. Aus relativ wenigen Pixeln erkennt man den Bildinhalt.
Für ein gutes Bild ist nicht so wichtig, wie viele Linien Linien oder Punkte können aufgelöst werden. Einen wesentlichen Einfluss hat das Erkennen von Kontrastunterschieden. Erst dadurch werden Bilder tief und scharf.
Um dieses Ziel zu erreichen bleibt beim Bildschierm nur eine höhere Auflösung, sprich Pixelzahl oder neue Techniken wie die OLED´s etc.
Kurzum; es ist müßig darüber nach zudenken, warum Bildschirm und Drucker verschiedene Auflösungen brauchen. Das ist eine technische Sache.
Freundlicher Gruß
J.Krämer


