Schönheit ist nicht der Ausgangspunkt, sondern das Ziel.

— Auguste Rodin

Am 29.6.

  • 1844: William Henry Fox Talbot veröffentlicht „The Pencil of Nature“, das erste Buch mit Fotografien

BENUTZERANMELDUNG

Olympus: Medizin stark - Foto schwach (aktualisiert)

Die japanische Olympus Corporation meldet einen um fast 85 % verringerten Nettogewinn für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Digitalkamera-Umsätze schwinden weiter, die Fotosparte schließt mit einem operativen Jahresverlust ab:

Der Konzern Olympus Corporation meldet für das Geschäftsjahr, das am 31. März 2011 endete, einen Umsatz in Höhe von 847 Mrd. Yen (ca. 7,3 Mrd. €) – ein Minus von 4,1 % gegenüber dem Vorjahr: Financial Results – For the fiscal year ended March 31, 2011 (PDF-Datei). Der Jahresnettogewinn schrumpft um 84,5 % auf 7,38 Mrd. Yen (ca. 63,6 Mio. €).

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen ist bei Olympus sehr unterschiedlich. Die Medizinsparte kann, aufgrund guter Umsätze mit Endoskopen am heimischen Markt, ein Umsatzwachstum verzeichnen. Der Bereich „Information and Communication“ kann neben einem Umsatzwachstum auch einen Gewinnzuwachs erzielen. Umsatz- und Gewinnrückgänge verzeichnet Olympus hingegen in den Geschäftsbereichen „Life Science and Industrial“ und „Imaging“.
 

Grafik: Andrea Günaydin

 
Olympus erzielt fast 42 % des Konzernumsatzes in der Medizinsparte. Der Geschäftsbereich „Imaging“ hat nur noch einen Umsatzanteil von 15,5 % – und dessen Umsatz sinkt kontinuierlich und hat sich innerhalb der letzten beiden Jahre nahezu halbiert (-43 %):
 

Grafik: Andrea Günaydin

 
Die Digitalkamera-Umsätze gehen Olympus im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin in Übersee verloren (- 29,8 %). Der Einbruch ist vor allem in Nordamerika und Europa eklatant:
 

Region Umsatzveränderung Geschäftsjahr
10/11 gegenüber 09/10
Japan -5,50 %
Nordamerika -36,20 %
Europa -29,90 %
Asien / Ozeanien -24,40 %
Andere -4,30 %
Total -24,90 %

 
Die Zahlen bleiben im Geschäftsbericht unkommentiert. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr gibt Olympus nicht ab. Eventuell enthält der noch zu erwartende „Annual Report“ weitere Informationen, die wir dann nachliefern werden.
 
 

Zeitraum Sparten-Umsatz „Imaging“
in Mrd. Yen
Operativer Gewinn „Imaging“
in Mrd. Yen
Umsatz Digitalkameras
in Mrd. Yen
Siehe auch
April-Juni 2008 72,12 9,77 Keine Angaben  
Juli-Sept. 2008 68,17 2,00 129,06 für das 1. Halbjahr Olympus mit fast 90 % weniger Gewinn
Okt.-Dez. 2008 48,28 -8,07 43,60 Olympus bestätigt den Abwärtstrend
Jan.-März 2009 35,89 -8,83 32,26 Olympus mit Rekordverlust
Geschäftsjahr 08/09 224,46 -5,13 204,92  
April-Juni 2009 41,21 0,37 37,57 Olympus schreibt wieder schwarze Zahlen
Juli-Sept. 2009 46,60 1,37 37,49 Olympus verzehnfacht den Nettogewinn
Okt.-Dez. 2009 48,16 1,84 48,91 Olympus wird 20 % weniger Digitalkameras verkaufen
Jan.-März 2010 38,95 -0,27 34,90 Olympus verfehlt geplanten Kamera-Umsatz knapp
Geschäftsjahr 09/10 174,92 3,31 158,87  
April-Juni 2010 34,55 -0,91 30,84 Olympus mit sinkenden Digitalkamera-Umsätzen
Juli-Sept. 2010 33,63 -2,47 30,05 Olympus verliert Kamera-Umsätze in Europa und anderswo
Okt.-Dez. 2010 34,83 -4,35 30,84 Olympus: Neuer Chef soll es richten
Jan.-März 2011 28,42 -7,29 25,13  
Geschäftsjahr 10/11 131,43 -15,02 116,86  

 
(agün)
 

Nachtrag (12.5.2011): Olympus gibt nun weitere Informationen zum per Ende März 2011 abgelaufenen Geschäftsjahr bekannt: Consolidated Financial Results for the Fiscal Year Ended March 31, 2011 (PDF-Datei). Demnach zeigt sich nicht nur anhand der sinkenden Kamera-Umsätze die schwierige Lage, in der sich die Fotosparte von Olympus zur Zeit befindet. Auch der Kamera-Absatz und dessen Entwicklung über die letzten Jahre bestätigt:

Das Kamera-Volumen am Markt steigt, während der Olympus-Marktanteil sinkt.

Genauer gesagt, hat sich der Marktanteil innerhalb der letzten sechs Geschäftsjahre fast halbiert, während sich das Marktvolumen entsprechend fast verdoppelt hat. Oder anders: Die Marktentwicklung ging an Olympus augenscheinlich vorbei.
 

Geschäftsjahr Marktvolumen
(in Mio. Stück)
Olympus Kamera-Absatz
(in Mio. Stück)
Olympus-Marktanteil
05/06 67,2 8,4 12,5 %
06/07 81,5 9,6 11,8 %
07/08 106,3 11,3 10,6 %
08/09 112,8 10,0 8,9 %
09/10 113,6 9,0 7,9 %
10/11 121,5 8,1 6,7 %

 

Da fehlt doch `was?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. Mai 2011 - 21:19

Keine Vollformatkamera von Olympus im Programm - da bleibt es nicht aus, dass hier die Umsätze sinken.

Das sieht

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. Mai 2011 - 22:27
Gast schrieb:

Keine Vollformatkamera von Olympus im Programm - da bleibt es nicht aus, dass hier die Umsätze sinken.

unser weidwunder Fanboy aber ganz anders - danach allein das FT-Format, grad auch noch das Leica-S-Format, als "Vollformate" gelten dürften ... 8-)

waidwund!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 08:06

wenn schonn denn schonn4T5Y

ich seh das auch so

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 08:35

mft ist ja nett für kompakte kameras, aber wieso soll ich mir eine dslr mit kleinem sensor kaufen, wenn andere hersteller einfach bessere kameras haben? ...zum gleichen preis

Olympus und Panasonic...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 21:39

...haben dasselbe Format. Ihnen aber fehlt es an Format und deshalb benötigen Sie Vollformat.
Panasonic reicht FourThirds als Format, denn Panasonic hat Format und das sogar erst gerade dank FourThirds.
Olympus hat evtl. nicht das passenden Format für das kleine Format und deshalb paßt evtl. tatsächlich ein größeres Format zu Olympus besser als va. zu Canon dem das Vollformat so garnicht zu passen scheint sobald man Zooms von Canon beachtet. Bei Nikon paßten immerhin als erstes wichtige Zooms zum Vollformat und jetzt immer mehr Festbrennweiten.

Erst analoges OM KB-Vollformat und dann als nächstes das digitale Viertelformat, was technisch Unterbelichtete gleich mit dem analogen Olympus PEN in Verbindung bringen. Hätte Panasonic sowas wie digital PEN herausgebracht wäre wohl die Erwartung fast diesselbe wie bei Olympus digital PEN...zumindestens bei den technisch Unterbelichteten, va. denen es jenseits APS-C und/oder digital KB-VF in der Hand einfach jenseits der Hand an Format fehlt.
Was nun wenn Nikon tatsächlich ein mirrorless-System mit Crop 2,5 herausbringt? Macht es dann Canon dadurch noch besser, dass Crop >2,5 einfach besser ist, dh. nach HighISO-Wahn folgt der Crop-Wahn?! Sicherlich fängt dann va. die technisch unterbelichtete KB-VF-Fraktion das croppen an?! MPx, HighISO + HighCrop. Das Non-Plus-Ultra?!

Format ist

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 20:33

nicht gleich Format - und hier fehlt immer noch beides.

Gast schrieb: Keine

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. Mai 2011 - 22:45
Gast schrieb:

Keine Vollformatkamera von Olympus im Programm - da bleibt es nicht aus, dass hier die Umsätze sinken.

Mit noch einem System wäre die Fotosparte noch viel schneller weg vom Fenster.
Übrigens sind die allermeisten verkauften Fotoapparate nach wie vor Kompaktknipsen. Und in dieser Sparte hat Olympus traditionell 1 Robustmodell und sonst nur Mittelmaß. Die Systemkameras haben stückzahlmäßig noch nie viel daran geändert.Die XZ-1 wird daran auch nicht viel ändern.

Gruß

was ist denn vollformat?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. Mai 2011 - 22:52

FT ist doch VF, das ist ja der Gag bei FT...

... aber halt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 05:53
Gast schrieb:

FT ist doch VF, das ist ja der Gag bei FT...

ein ziemlich abgelutschter ...

Was denn Vollformat ist?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 07:34

Na, ein Format, das man für voll nehmen kann ... 8-)

Man muß...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 21:54

...es tatsächlich wie folgt betrachten.

Im Analogen gibt und gab es Halbformate. Foto war Vollformat bis auf die sog. Halbformate wie zB. Olympus PEN, während Kino ebenfalls als KB-Halbformat galt.

Im digitalen gibt es keine Halbformate, denn Foto-KB digital ist eben digital KB-VF und Foto-APS-C digital ist eben digital APS-C und das sogar mit Crop 1,5...1,7. Auch Sigma ist ein APS-C-Vollformat und kein 88% APS-C-Format.

FourThirds ist auch nicht größer als MicroFourThirds und beiden sind Vollformate des FourThirds-Bildkreises.
Ist nun eine GH1 mit einem im Vergleich zum genutzten Bildkreis übergroßen Sensor ein Extended FourThirds-Format oder gar ein Reduced FourThirds-Format nur weil der einbeschriebene Bildkreis kleiner ist als bei einer E-500?

Wir beziehen uns nicht auf KB-VF und nicht auf digitale Mittelformat incl. Leica S sondern jedes Format hat als Bezug stets sein Vollformat. Nur eben darf man dank der Tradition die Brennweiten immer schön auf ein KB-Äquivalent zu referenzieren damit vor Kunde tricksen, dass NUR KB das digitale Vollformat ist und alles was größer ist vom kleinerem Vollformat dank der überlegenen Technologie (pruuust!) der Vollformat-Anbieter von digital KB-VF ausgeknocked wird.

Tatsächlich ist aber Leica M dann zuletzt hinsichtlich Nähe zum Original va. seitens der Farbtreue des Sensors wirklich ein KB-VF-Format das man für voll nehmen darf.
Einfach mal vergleichen:
http://www.fotopolis.pl/index.php?n=9753&p=6

Alle anderen digitalen KB-VF-Systeme scheitern (dank) falscher Sensortechnik (Nachteulen-Sensoren aber sonst eher mauh...) und Problemen bei der optischen Schnittstelle zwischen Objektiv und Sensor wobei Leica bei Leica M eigentlich die größten Herausforderungen stemmen muß.
Einfach mal die KB-VF-Boliden mit der klenen Olympus E-PL1 vergleichen. Die E-PL1 pinkelt jeder regelrecht ans Bein...

Och

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 08:01

unser Fanboy hebt auch wieder mal sein Haxl ... 8-)

Das kapieren die nie!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 08:08

Aber egal.
Dass Olympus zu sehr auf FT fixiert ist, macht sich bemerkbar. Darüber hinaus ist die Company zu sehr damit beschäftigt, dem Prinzip nach konservative Modelle auf den Markt zu werfen, wobei die Innovationsschritte im Verhältnis zur Konkurrenz eher sehr zurückhaltend sind. Das reißt niemanden vom Hocker.

Auch die Pens usw. erfüllen nicht die eigentlichen Wünsche der Nutzer, weil ein integrierter EVF fehlt. Das Design ist auch nicht gerade das, was man als modern empfindet.

Die Nachfrage nach einem größeren Format ist im Prinzip auch ungelöst. FT ist für viele Anwendungen ausreichend. Aber über kurz oder lang wird es viele Kameras nur noch über 20 Mpx geben, das kann man jetzt schon absehen. FT hinkt da immer hinterher und muss sich mühsam behaupten.

Außerdem ist ein "rechteckigeres" Format gegenüber dem fast quadratischen einfach doch für die meisten Fotografend die bessere Sache, vor allem auch, wenn man auf die Wiedergabe in elektronischen Medien schaut.

Ja, Olympus sieht zur Zeit nicht besonders gut aus.

Wird höchste Zeit das hier

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 11:22

Wird höchste Zeit das hier Olympus endlich den Stöpsel aus der Wanne zieht und das sie sich von dem Geschäft verabschieden, bevor die ganz den Bach heruntergehen.

Einziger Pluspunkt

Eingetragen von
StefanKomarek
(Liebhaber)
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 11:40
Gast schrieb:

AAußerdem ist ein "rechteckigeres" Format gegenüber dem fast quadratischen einfach doch für die meisten Fotografend die bessere Sache, vor allem auch, wenn man auf die Wiedergabe in elektronischen Medien schaut.

Das Seitenverhältnis 3:4 sehe ich als den einzigen Pluspunkt von FT und mFT an. Fast alle Bildformate sind 3:4 oder enger (4:5, 6:7). Das gilt für die Bilder der letzten 500 Jahre, das gilt für Fotokameras. 4"×5" oder 8"×10" im Großformat, 6×4.5, 6×6 oder 6×7 im Mittelformat (heute 33×44 mm), 13×18 mm bei analogen Kompakten und 3:4 bei den digitalen Kompakten. Nur beim Kleinbild war es 2:3, und in analogen Zeiten hat man über das unpraktische "Handtuchformat" diskutiert.

Bewegte Bilder sind nicht Standbilder. Bei bewegten Bildern sind Formate wie 2.35:1 durchaus üblich, nicht aber bei Fotos.

Ich glaube weiterhin daran

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 12:01

Ich glaube weiterhin daran das sie es packen. Die wissen schon was sie tun.Wenn die Pro Pens auf den Markt kommen sieht die Welt wieder anders aus.

Ja, das stimmt

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 13:40

Für Fotos wäre überhaupt ein Quadrat DAS paktikabelst Format (weil es uns unnötige Verrenkungen ersparte); während dem Film durcaus ein "Handtuch" rund um 2:1 zugeordnet sein kann.

Und, nein, außer Viagra hilft da bei FT nimmer viel ... 8-)

Das ist in sofern

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 15:14

Unsinn, weil, wenn man sich die neue G3 von Panasonic jetzt anschaut, der Formfaktor gerade erst richtig Gas gibt. Das würde auch nicht anders aussehen, wenn da jetzt ein APS-C eingebaut wäre, außer, dass die Kamera vielleicht um einige Millimeter größer ausgefallen wäre. APS-C Objektive, die kompromisslos auf das Format gerechnet sind, dürften wohl effektiv gleich ausfallen, das kann man ja an den SONY-spiegellosen sehen.

Das heißt aber nicht, dass alle Teilnehmer an dem Formfaktor gut auf der Rolle sind. Olympus ist da leider etwas seltsam aufgestellt. Einerseits durchaus innovationsfreudig, aber auf der anderen Seite gleichzeitig sturzkonservativ.

Das macht Panasonic weitaus besser. Und wenn, wie man hört, erst mal Canon bei diesem Formfaktor mitmacht, wird es sicher noch mal interessanter. Und wie gesagt, die Sensorgröße ist nur ein Baustein im Puzzle. Das "Format" im eigentlichen Sinne, wird in der Zukunft ohnehin mehrfach abgedeckt, schon allein wegen der Filmfähigkeit. Kein großer Zauber.

Und was nach wie vor entscheidend ist, dass die Mehrzahl der Nutzer eigentlich nur die Option auf weitere Optik haben wollen, aber in der Regel mit einem guten Standardzoom durchaus schon sehr glücklich sind.

Wenn man unter "Gas geben"

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 17:27

die Produktion heißer Luft versteht - und Canon ein Substitut für Kompaktkameras abzubieten gedenkt ... 8-)

Wie schon des öfteren gesagt,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 15:12

ist die persönliche Präferenz noch kein ausreichender Grund für Abträglicheiten gegenüber dem, was man für sich selber vielleicht nicht haben will. Urteil: 8-) ist offensichtlich mental eingeschränkt.

Wenn Sie selbst

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 20:58

nicht so gänzlich mental verblendet wären, dann hätten Sie verstanden, dass ich einen solchen Kameratyp durchaus präferiere - aber halt nur als Substitut für bisherige Kompaktkameras. 8-)

Überhaupt

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 22:13

ist es ein großer Vorteil, dass der elektronische Sucher verschiedene Bildformate darstellen kann. Hoffentlich bringt Olympus auch noch den "übergroßen" Sensor bzw. Multiformat-Sensor.

Sehr erstaunlich, dass Olympus solch einen Umsatzrückgang gemacht hat. Ich finde die heutigen Pens extrem attraktiver als die Olympus-Modelle vor 2 Jahren (die 400er-Modelle hatten keine Stabilisierung, die 520er grausige Farben, die 30er wohl auch und die 3er war schon recht alt. Nur die 620er war was feines). Heute dagegen: eine Pen schöner als die andere und mit der E-5 scheint nochmal der große Wurf gelungen zu sein. Jetzt noch was solides in die Mitte.. Aber Papi will wohl einen Spiegel.

Ich würd' einen Teufel tun

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 07:52

und die ohnehin schon Winzsensoren noch durch "kreative" Formatwahl beschneiden.
Beschnitt macht nur dann richtig Sinn, wenn der Sensor tatsächlich a) groß genug, und b) quadratisch ist.

Hat ja

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 15:14

auch niemand gesagt, dass Sie das machen müssen.
Die, die damit umgehen, wissen schon, was da Sache ist.

Der Punkt ist doch der folgende:

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Samstag, 14. Mai 2011 - 19:23

Wenn man das Format wählt, dann beschneidet man das Bild eh. Bei der Pen kann man im elektronischen Sucher schon das beschnittene Bild sehen, was außerordentlich vorteilhaft ist. Gleichzeitig kann man zum beschitten JPG noch ein unbeschnittenes RAW aufnehmen.

Weitere Verbesserung brächte nicht ein quadratischer Sensor, welcher bei einem nichtquadratischen Bild ebenfalls beschitten wird, sondern der sog. übergroße Sensor wie in den Panasonic-Modellen, welcher die Formatwahl bei konstantem Blickwinkel erlaubt.

Hugh, ich habe gesprochen.

Der Clou

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 23:25

beim Quadrat ist der, dass es definitiv dazu prädestiniert ist, beschnitten zu werden - Länge mal Breite, oder auch Breite mal Länge; darüber hinaus es schlicht Design und Ausrichtung von Kamera und Bedienelementen optimiert, und damit dem Fotografen eine hochwertige Ausgangsbasis für vielseitige fotografische Gestaltungswünsche bietet.

Danke

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 23:43
Der Faröer schrieb:

Weitere Verbesserung brächte ... der sog. übergroße Sensor

Nur: Warum "übergroß", wenn's normalgroß (also 24x36) auch tut -- und zwar ohne sich die Nachteile von Winzsensoren (aka mFT, APS-C) einzuhandeln?

Genau

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 08:09

Wenn schon Rechteck, dann Kleinbild.

Das Eckige muß ins Runde.

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 10:12

Den übergroßen Sensor muss man sich eher rund vorstellen (ganz rund ist er allerdings nicht). Bei den verschiendenen Seitenformaten nutzt er den gesamten Bildkreis.

Wir sind alle Männer und er kann uns nicht groß genug genug sein. Und jeder, der einen kleineren als meinen hat, ist natürlich eine lächerliche Person. Männer, laßt uns nackt ums Feuer tanzen.

Siehste

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 10:16

und das Quadrat ist die geometrisch bestmögliche Annnäherung an das Bedürfnis, dem kreisrunden Objektiv-Abbild eine größtmögliche Gesamtfläche abzutrotzen (wobei ein runder Sensor konstruktiv den gleichen Anspruch hätte, wie ein auf's Quadrat ausgelegtes System).

Jain...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 11:52

Stimmt zwar schon, dass das Quadrat die größtmögliche Fläche im Bildkreis bringt -- solange man aus dem Quadrat kein Rechteck schnippelt... Dann ist es günstiger das Rechteck gleich aus dem Kreis zu schnippeln.

Nur

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 14:49

konstruktiv erscheint mir ein runder Sensor unwahrscheinlicher, als ein praxisbezogen quadratischer - von einem runden Sucherbild nochmal ganz abgesehen ... 8-)

Der übergroße Sensor

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 20:35

ist nicht rund, er füllt im Bildkreis aber mehrere Rechtecke mit verschiedenen Seitenverhältnissen aus.

Das runde Bild hätte natürlich etwas.

Das leistet im Prinzip jeder Sensor

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 20:41

Und je größer dabei das Ausgangsformat, desto besser.
Bezogen auf's FT-Format ist's ein verzweifelter Versuch der Selbstrechtfertigung.

nicht das selbe

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Montag, 16. Mai 2011 - 15:56

Der Unterschied beim "übergroßen Sensor" ist halt, wie im vorigen Kommentar erwähnt, dass dabei der volle Bildkreis des Objektivs für mehrere Formate genutzt wird. Jede andere Formatwahl, welche nicht dem Sensor entspricht, verschenkt mehr Auflösung und Bildwinkel.

Will ich den vollen Bildwinkel der Objektive völlig unabhängig vom Seitenverhältnis nutzen, hilft nur ein runder Sensor. Eingeschränkt wird man dann noch durch dem Format angepaßte Streulichtblenden...

Bildlich dargestellt wird das in diesem Beitrag:
http://www.sonyuserforum.de/forum/showpost.php?p=1129296&postcount=77

Nicht das Selbe

Eingetragen von
Gast
am Montag, 16. Mai 2011 - 16:34

aber besser: Das größere ("nur") Rechteck-Format ist einem kleineren "übergroßen" (...) stets überlegen - weil's letztlich auf die Aufnahmefläche ankommt.
Und dass es Vorteile bringen soll, den Bildkreis (irgend)einer Optik bis zum Rand auszureizen, dürfte praktisch und qualitativ auch nicht wirklich haltbart sein.

Bildwinkel- oder bartfrage?

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Dienstag, 17. Mai 2011 - 19:23

Es geht ja nicht immer um das letzte Quäntchen Qualität in den Ecken. Wer mehr beschneidet, wird stärker vergrößern, verliert also auch in der Mitte...
Wer kauft sich z.B. ein Objektiv mit 24 mm, weil er die Bildwirkung eines 28 mm Objektivs haben will? Wer Objektive wegen einer bestimmten Wirkung kauft, erwartet natürlich einen entsprechenden Bildwinkel. Sobald man anfängt, die Bilder zu beschneiden verschenkt man Weite und Sensorfläche. Und das soll der "übergroße Sensor" im Rahmen des entsprechenden Systems eben für ein paar Formate verhindern. Mehr gibt das System eben nicht her.

Ich habe auch keine 4/3-Kamera. Aber wenn mir nun z.B. plötzlich jemand einen quadratischen Sensor mit der selben Diagonale wie bisher andrehen wollte, würde ich dankend ablehnen. Das selbe gilt für jedes andere Rechteck, welches sich vom tatsächlich am meisten von mir genutzten entfernt.

Das Bild im oben verlinkten Beitrag verdeutlicht, um wie viel größer z.B. ein Quadratsensor sein müßte, um keine Nachteile zu bringen. Wer schenkt gern so viel her? Da ist's bis zum vollen Bildkreis nicht mehr weit. Und erst dieser bietet volle Auswahl...

Eben

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 17. Mai 2011 - 20:14

Es ist nicht weit hin. Konkret auf's KB-Format bezogen: ca. 43 mm Formatdiagonale im Orginalformat, ca. 52 mm beim 36x36-Quadrat ...
Die besten WW-Objektive, die ich in Verwendung habe, sind übrigens meine Shift-Optiken (weswegen ich auch um die Grenzen in den Randbereichen gut Bescheid weiß).

Der Bildwinkel

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 17. Mai 2011 - 20:40

eines Objektivs ist bezogen auf's Kleinbild wohl IMMER größer, als auf einem auf FT basierenden "Überformat" ... 8-)

Ein Kleinbildsensor

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 19. Mai 2011 - 07:40

hat eine Diagonale von rund 43 mm. Ein quadratischer 36x36-Sensor hätte eine von rund 51 mm. Ein "übergroßer" FT-Sensor hat noch nicht mal annähernd Kleinbilddimensionen ...

Grössenverhältnisse

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Freitag, 20. Mai 2011 - 15:16

Natürlich hat ein FT-Sensor keine KB-Dimensionen. Wäre ja auch ziemlich schwachsinnig, wenn das System nicht dafür ausgelegt ist. Es geht darum, überflüssigen Beschnitt der (ohnehin kleinen) Sensorfläche zu vermeiden.
Kleinbildobjektive leuchten aber auch keinen Bildkreis von 50 mm aus, um einen Sensor mit 36x36 zu bedienen. Ein runder mit 43,3 mm Durchmesser wäre (für RAWs) erheblich flexibler. Damit ließen sich z.B. auch Aufnahmen mit knapp 18x40 (oder eben jedem beliebigen Seitenverhältnis mit der selben Diagonale und damit gleichbleibendem Bildwinkel) machen. Einen kleinen Schritt in diese Richtung geht Panasonic halt im Rahmen von FT. Beim nachträglichen Geradestellen müßte das Bild mit rundem Sensor aber auch nicht beschnitten werden, sofern keine Streulichtblende das Format (allzu eng) vorgibt.
Eine Standardformatvorgabe im RAW-Konverter wäre natürlich sinnvoll...

Ich denke schon, dass man das auf dem oben bereits erwähnten Bild recht deutlich sehen kann:
http://www.sonyuserforum.de/forum/showpost.php?p=1129296&postcount=77

Was man aber auch schön sieht:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 20. Mai 2011 - 16:46

Habe ich kein definiertes Format vorgegeben, wird der Bildkreis vollkommen ausgereizt - was es dann etwas schwierig macht, überhaupt einen (vernünftigen) Ausschnitt zu gestalten ...

Absolut nicht nachvollziehbar.

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Samstag, 21. Mai 2011 - 11:32

In Lightroom gibt es Vorgaben für Seitenverhältnisse. Eine eigene Standardvorgabe läßt sich ebenfalls festlegen. Beide Sensorformate wird es in KB-SLRs wohl nicht geben, weil sich Auflagemaß und Klappspiegel dann nicht mehr besonders vertragen dürften. Aber sobald der nicht mehr vorhanden sein sollte, fände ich maximal flexibel erheblich interessanter, als halbe Sachen...

Schein-

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 21. Mai 2011 - 11:55

flexibilität ... kreisrunde Bilder spielen aus guten Gründen kaum eine Rolle in der Fotografie (Ausnahme Fisheye).

Oh je...

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 01:24

Es dürfte ja wohl eigentlich jedem klar sein, dass es hier nicht um runde Bilder geht, sondern einfach der Sensor bei jedem Seitenverhältnis die volle Leistung des Objektivs nutzen soll. Zumindest, wenn man mehr als nur die Worte "runder Sensor" gelesen hat. Mit Schein hat das aber schon gar nichts zu tun. Und der nutzbare Bildkreis der Objektive spielt aus gutem Grund sehr wohl eine Rolle.

Das Problem ist in der Tat

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 06:40

nicht der Kreis - als Bildkreis ist er tatsächlich Voraussetzung für eine bestimmte Formatgröße.
Das Problem ist auch dort wenig gegeben, wo ich von einem kleinen Bildformat ausgehe - was die dann nötige Baugröße angeht.
Diese, die Baugröße, orientiert sich natürlich an einem Bildkreis in seiner Gesamtheit - erfordert demnach eine Bauform bei der Kamera, die auch für ein quadratisches Format zwingend wäre.
Indes: IN den Bildkreis hineinzufotografieren, ohne ein bestimmtes Format vorgegeben zu haben, könnte bei der nachträglichen Formatwahl gröbere Schwierigkeiten aufwerfen - dann, wenn ich den Bildkreis voll ausreize, und dann kein vernünftiger Ausschnitt mehr zu erzielen ist.
Und: Der Bildkreis verfügt natürlich besonders am Rand nicht unbedingt über sein Leistungsmaximum - weswegen ein Quadrat diesen Bildkreis nicht nur in seiner Gesamtheit bestmöglich nutzt, sondern auch den Bereich nachlassender Bildqualität allein auf die äußersten Ecken beschränkt.
Daraus abgeleitete Formate profitieren davon, in den qualitativ höherwertigen Bereichen genutzt zu werden. Und das Quadrat sorgt dafür, dass vom Bildkreis exakt jener Bereich genutzt wird, innerhalb dessen eine vollständige Flächennutzung - eine freie Platzierung unterschiedlicher Formate und Bildausschnitte - auf jeden Fall gewährleistet ist.

Sag's einfacher

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 24. Mai 2011 - 08:23

Den Bildkreis für unterschiedliche Formate zu nutzen, ist das hilflose Bestreben von Herstellern, denen ihre Winzsensoren keine Entfaltungsmöglichkeiten und Qualitätsreserven mehr bieten.
Bei größeren Sensorformaten ist ein definiertes Ausgabeformat ohnehin kein Problem, wobei selbstverständlich das Quadrat die höchste Flexibilität bietet. 8-)

Der Kreis schließt sich!

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 11:47

Filmbezogen macht das noch Sinn - so paßt ein Bild schöne ans andere.
Beim Sensor ist es völliger Quatsch, nur den halben Weg zu gehen.
Beschnitt verkleinert den Bildwinkel doch bei jedem Format.

Es kommt natürlich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 20:30

auf die Größe des Ausgangsformats an - analog wie digital; wobei digital selbstverständlich das höhere Potenzial hat.

Der übergroße Sensor

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 21:00

verbreitet hier höchstens den Charme einer Schwanzverlängerung ... 8-)

Ich

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 20:54

finde quadratische Bilder super.

Wenn man sich Malerei ansieht, dann muss man feststellen, dass sich die meisten für etwas entschieden haben, was so im Bereich 5:7, 6:7 liegt. Deshalb denke ich, dass die Mehrheit anderes will.

Das Missverständnis

Eingetragen von
Gast
am Montag, 16. Mai 2011 - 00:33

liegt offensichtlich darin, dass der Glaube vorzuherrschen scheint, dass unsereiner das Quadrat vorrangig als Ausgabeformat möchte.
Tatsächlich ist es so, dass uns das Quadrat eine Viefalt gestalterischer Optionen, ganz ohne konkrete Festlegung des Formats, eröffnen, und arbeitstechnisch vereinfacht zugänglich machen soll.
Man kann, sollte es aber nicht müssen, dabei immer wieder den immer noch genialen Hasselblad-Würfel im Auge haben, und seiner in Wehmut gedenken.

Richtig

Eingetragen von
Gast
am Montag, 16. Mai 2011 - 12:28

Das Quadrat als Ausgabeformat wäre hier allenfalls eine nette Zugabe ... 8-)

Das kannst Du Dir vorstellen, wie Du willst.

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 11:10

Es ändert nichts an der Tatsache, dass der Winzsensor ein Winzsensor bleibt, mit allen damit verbundenen Nachteilen. Das mit dem "Übergroß" kommt doch nur daher, dass Panasonic verzweifelt versucht, die systemische Mißgeburt namens (m)FT irgendwie gradezubiegen und das Beste draus zu machen, wo Olympus bei der Definition von m/FT gemurkst hat.. Wenn Winzsensoren angeblich so toll sind und größere Sensoren angeblich nur das männlichen Ego bedienen, warum dann der Krampf mit dem "Übergroß"?

Natürlich kann man auch mit APS-C und mFT glücklich werden -- solange man nicht weiß, was man mit 24x36 (oder größer) verpasst. Der Unterschied wird erst richtig schmerzlich bewußt, wenn man Kleinbild gewohnt ist und dann seine Optiken an das APS-C Backupgehäuse anflanscht... Wenn auf einmal das harmonische Verhältnis zwischen Blickwinkel, Bildausschnitt, Abstand zum Motiv und Tiefenschärfe gestört ist.

Und wenn schon Winzsensoren, dann richtige Winzsensoren, so dass die Knipse dann auch in die Jackentasche passt. Offen gesagt, sehe ich keinen Unterschied ob ich ein Bild nun mit der APS-C Knipse (besonders bei Verwendung der Kitlinse) oder der kompakten Immerdabei gemacht habe. Erst bei 24x36 öffnet sich eine Ästhetik, die den Siegeszug von Kleinbild begründet hat.

Ich sehe wirklich nicht, warum ich in ein klobiges Gehäuse mit (übergroßem) mFT oder APS-C Sensor investieren sollte.

Mir

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 20:49

ist halt die Vollformat zu groß und zu teuer und ich habe in der Pen etwas gefunden, was für finanziell und größenmäßig im Rahmen ist und dessen Bildqualität mir reicht.

Ob das Vollformat digital das Maß der Dinge ist, das bezweifle ich. Abgesehen von der Leica sind alle Vollformatler riesig und auch die M8 ist ein Schwergewicht. Viele analoge Spiegelreflexkameras mit Festbrennweite sind nicht größer als eine Pen.

Anderes gilt natürlich für die Professionellen. Aber bitte eine ehrliche Antwort: auf wieviel Prozent der Fotos sieht man den Unterschied?

Das "Übergroß" ist kein Krampf und wird auch meines Wissens nach von der Werbung nicht besonders herausgestellt. Aber gerade mit einer Festbrennweite ist es doch gut, wenn das Bild nicht unnötig beschnitten wird und dennoch verschiedene Formate möglich sind.

Ehrliche Antwort

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. Mai 2011 - 23:19
Der Faröer schrieb:

Aber bitte eine ehrliche Antwort: auf wieviel Prozent der Fotos sieht man den Unterschied?

Hmmm, das ist schwer zu beziffern. Ich bin versucht zu sagen, auf 100%. Aber natürlich gibt es auch Bilder wo Du keinen Unterschied siehst, selbst wenn Du sie nebeneinander hältst. Aber zurück zu den (fast) 100%: Es gibt mehrere Gründe.

Zum einen zeichnet ein 85 mm Objektiv anders als ein 42 mm Objektiv. Das hat einfach was mit der Brennweite, den optischen Gesetzmäßigkeiten und daraus folgend den Designmöglichkeiten zu tun. Und genauso zeichnet ein 28 mm (KB) Objektiv anders als ein 14 mm (mFT) oder 6 mm (XZ-1) Objektiv bei gleichem Blickwinkel.

Das geht sogar soweit, dass ich Dir mit einer ziemlich hohen Trefferrate sagen kann, welches Bild ich mit welchem Objektiv gemacht habe -- und zwar ohne in die EXIF Daten zu schauen. Bei der "Altglasverwertung" steht erst gar nichts in der Datei drin... Trotzdem kann ich Dir sagen, welches Bild mit welchem Objektiv entstanden ist: Jedes Objektiv hat seine eigene Charakteristik.

Und dann kommen wir zur Lichtstärke. Ein 100 mm Objektiv mit Lichtstärke 2,8 liefert eine ganz andere Schärfentiefe und Unschärfeverlauf als ein 2,8/50 mm Objektiv. Aber es bleibt ja nicht bei f/2,8: Nimm ein 50er oder 85er mit Lichtstärke 1,4 -- es ergibt sich ein sehr harmonisches Wechselspiel von Schärfe und Unschärfe: Das 50er läßt den Hintergrund kleiner erscheinen, das 85er komprimiert den Hintergrund sehr leicht. Wenn Du das auf mFT übertragen wolltest, musstest Du 25 mm bzw. 42 mm Objektive verwenden, die eine Lichtstärke von 0,7 haben. Hast Du eine Vorstellung davon, wie schwierig es ist bei den Öffnungen ein sauberers Bild hinzukriegen? Und überhaupt: Würde eine entsprechende Austrittslinse überhaupt in das mFT Bajonett passen?

Hinzu kommt, dass die längere Brennweite verbunden mit i.d.R. höherer Lichtstärke mehr Gestaltungsspielräume bietet -- die man, da man sie ja hat, auch kreativ nutzt. Es ist also nicht nur das Nebeneinanderhalten von Objektivparametern, sondern der gezielte und (un)bewusste Einsatz der Möglichkeiten.

Der andere von Dir angesprochene Punkt ist die Größe des Gehäuses. Im Prinzip hat sich nichts an der Geometrie der Kamera geändert. Ausser, dass der Sensor dicker ist als ein Film und das Display auch noch auf die Rückseite gepappt wird. Bei den Spiegelosen schiebst du praktisch nur die Dicke von Sensor und Display in den Spiegelkasten. Weshalb sie dünner erscheinen. Das hat aber nichts mit der Sensorgröße zu tun. Das NEX Bajonett ist z.B. dafür ausgelegt einen KB-Format Sensor zu beherbergen. Spätestens wenn Sony die Vollformat NEX anbietet (Codename: NEX-9) ist das Märchen, dass die Kameragröße was mit der Sensorgröße zu tun hat, wiederlegt.

Aber egal, ob da nun ein Spiegel drin ist oder nicht: Die Kameras passen nicht in die Jackentasche. D.h. Du musst eh eine extra Tasche für die Kamera und Objektive mitnehmen. Dann kann es Dir aber vollkommen wurscht sein, ob die Kamera nun einen Zentimeter dicker oder dünner ist. Dafür liegt die dickere Kamera aber besser in der Hand.

Wenn's Leica schon nicht versteht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 16. Mai 2011 - 06:08
Gast schrieb:
Der Faröer schrieb:

Aber bitte eine ehrliche Antwort: auf wieviel Prozent der Fotos sieht man den Unterschied?

Hmmm, das ist schwer zu beziffern. Ich bin versucht zu sagen, auf 100%. Aber natürlich gibt es auch Bilder wo Du keinen Unterschied siehst, selbst wenn Du sie nebeneinander hältst. Aber zurück zu den (fast) 100%: Es gibt mehrere Gründe.

Zum einen zeichnet ein 85 mm Objektiv anders als ein 42 mm Objektiv. Das hat einfach was mit der Brennweite, den optischen Gesetzmäßigkeiten und daraus folgend den Designmöglichkeiten zu tun. Und genauso zeichnet ein 28 mm (KB) Objektiv anders als ein 14 mm (mFT) oder 6 mm (XZ-1) Objektiv bei gleichem Blickwinkel.

Das geht sogar soweit, dass ich Dir mit einer ziemlich hohen Trefferrate sagen kann, welches Bild ich mit welchem Objektiv gemacht habe -- und zwar ohne in die EXIF Daten zu schauen. Bei der "Altglasverwertung" steht erst gar nichts in der Datei drin... Trotzdem kann ich Dir sagen, welches Bild mit welchem Objektiv entstanden ist: Jedes Objektiv hat seine eigene Charakteristik.

Und dann kommen wir zur Lichtstärke. Ein 100 mm Objektiv mit Lichtstärke 2,8 liefert eine ganz andere Schärfentiefe und Unschärfeverlauf als ein 2,8/50 mm Objektiv. Aber es bleibt ja nicht bei f/2,8: Nimm ein 50er oder 85er mit Lichtstärke 1,4 -- es ergibt sich ein sehr harmonisches Wechselspiel von Schärfe und Unschärfe: Das 50er läßt den Hintergrund kleiner erscheinen, das 85er komprimiert den Hintergrund sehr leicht. Wenn Du das auf mFT übertragen wolltest, musstest Du 25 mm bzw. 42 mm Objektive verwenden, die eine Lichtstärke von 0,7 haben. Hast Du eine Vorstellung davon, wie schwierig es ist bei den Öffnungen ein sauberers Bild hinzukriegen? Und überhaupt: Würde eine entsprechende Austrittslinse überhaupt in das mFT Bajonett passen?

Hinzu kommt, dass die längere Brennweite verbunden mit i.d.R. höherer Lichtstärke mehr Gestaltungsspielräume bietet -- die man, da man sie ja hat, auch kreativ nutzt. Es ist also nicht nur das Nebeneinanderhalten von Objektivparametern, sondern der gezielte und (un)bewusste Einsatz der Möglichkeiten.

Der andere von Dir angesprochene Punkt ist die Größe des Gehäuses. Im Prinzip hat sich nichts an der Geometrie der Kamera geändert. Ausser, dass der Sensor dicker ist als ein Film und das Display auch noch auf die Rückseite gepappt wird. Bei den Spiegelosen schiebst du praktisch nur die Dicke von Sensor und Display in den Spiegelkasten. Weshalb sie dünner erscheinen. Das hat aber nichts mit der Sensorgröße zu tun. Das NEX Bajonett ist z.B. dafür ausgelegt einen KB-Format Sensor zu beherbergen. Spätestens wenn Sony die Vollformat NEX anbietet (Codename: NEX-9) ist das Märchen, dass die Kameragröße was mit der Sensorgröße zu tun hat, wiederlegt.

Aber egal, ob da nun ein Spiegel drin ist oder nicht: Die Kameras passen nicht in die Jackentasche. D.h. Du musst eh eine extra Tasche für die Kamera und Objektive mitnehmen. Dann kann es Dir aber vollkommen wurscht sein, ob die Kamera nun einen Zentimeter dicker oder dünner ist. Dafür liegt die dickere Kamera aber besser in der Hand.

Warum sollte es anderen Amateuren zugänglicher sein ...!? 8-)

Danke

Bild von Der Faröer
Eingetragen von
Der Faröer
(Inventar)
am Mittwoch, 18. Mai 2011 - 07:08

für diesen interessanten Kommentar. Dennoch glaube ich, dass das mit der große noch andere Gründe hat. Ich hatte neulich eine Sony Vollformat in der Hand und obwohl die Sensorgröße "nur" Kleinbild ist, ist sie von den Proportionen soviel großer, auch die Objektive sieht riesig. Bei den Objektiven könnte es daher rühren, dass diese -anders als zu analogen Zeiten- telezentrischer sein müssen und die Anforderungen auch sonst höher sind.

Jedenfalls ist mir die Pen angenehm kleiner als eine Spiegelreflex.

Schön

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. Mai 2011 - 07:29

dass das bei der M auch so ganz ohne Telezentrie funktioniert ... 8-)

Nein.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 18. Mai 2011 - 08:42

Alle "analogen" Objektive passen an die Kamera. Der Unterschied ist, dass Du wahrscheinlich passend zum Hochleistungssensor, Hochleistungsobjektive auf der Kamera hattest. Also irgendwas Lichtstarkes (was anderes wird nicht explizit für die a900/a850 angeboten): Wenn Du ein 1,4/85 mm Objektiv hast, dann hat die Frontlinse einen Durchmesser von 85/1,4=60,7 mm; bei einem 135/1,8=75 mm. Beim 1,4/50 mm sind's, richtig 35,7 mm. Miss nach! (*) Ist einfach nur Physik. Hat nichts mit der Sensorgröße zu tun. Wenn Du auf Deine Pen ein 24-70 mit Lichtstärke 2,8 draufklemmen würdest, dann wird das die selben Abmessungen haben, wie das Sony/Zeiss. Und was das Gewicht angeht... Glas und Metall ist nunmal schwerer als Plastik. Natürlich kannste auch Plastelinsen an die a900 setzen, geht alles, aber wer will das schon...?

(*) Vorsicht bei Objektiven, die eine kürzere Brennweite haben als das Auflagemaß (genauer: Schnittweite). Die Auflagemaß bestimmt die Schnittweite und damit die hintere Mindestbrennweite des Objektivs. Wenn das ganze Objektiv z.B. eine Brennweite von 28 mm haben soll, die Brennweite der Austrittslinse aber bereits ~45 mm sind, muss man das Obketiv "umgedreht" bauen: Also wie ein Fernglas, durch das man falsch rum guckt. Damit wird aus dem "kurzen" Weitwinkel wieder ein "großes" Tele. Um die Objektive dennoch klein zu halten, beschränkt man sich auf geringere Lichtstärken, also f/2,8 oder so.

Den Unterschied

Eingetragen von
Gast
am Montag, 16. Mai 2011 - 05:59

sieht man sogar im Vergleich zwischen 5D und 7D.

Wer hat´s erfunden …

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 10:16

Wer hat´s erfunden … Olympus
Olympus schafft es immer wieder mit interessanten Entwicklungen frischen Wind in die Fotosparte zubringen. Leider bleibt es dann meist dabei und sie müssen zusehen, wie die Konkurrenz es besser macht und an ihnen vorbeizieht.

Beispiele sind hier meines Wissens nach:
Live-View, Ultraschall-Sensorreinigung, und die Systemkameras.

Ich glaube auch, dass das überflüssige FT-Format das Aus für die DSLR-Sparte bedeutet.

Gruß

Spielzeug

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 10:09

Ich kann mir nicht helfen, aber seit OM3/OM4 hat Olampus in meinen Augen nur Spielzeugkameras gebaut. Und selsbt OM3&OM4 hatten massive Defizite für eine "Profikamera" (z.B. "keine Anzeige der Blendenwerte im Sucher"), so knuffig sie auch waren.

Seit dem? Plaste und Elaste fürs Kinderzimmer oder für das Damenhandtäschchen.

Da kann man mir x mal vorrechnen oder "beweisen", wie überlegen und kompakt und blah die Dinger sein sollen. Das männliche Hobbyfotografenego wird nunmal von Kloppern wie Nikon F2, Canon EOS1 und dergl. mit großen Linsen dran angesprochen ...

Wo soll's herkommen?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. Mai 2011 - 14:18
Zitat:

Die Marktentwicklung ging an Olympus augenscheinlich vorbei.

Wo soll da denn was herkommen? Was Olympus derzeit anbietet ist sowas von uninteressant... Während der Compagnon Panasonic durch pfiffige Ideen und eine hohe Bedienbarkeit versucht, das beste aus mFT zu machen, verharrt Olympus in Selbstgefälligkeit.

Einzig die XZ-1 ist ein Lichtblick, der alles andere in diesem Segment (S95, LX-5, EX-1) in den Schatten stellt. Aber das ist auch nur ein Nieschenmarkt, für Leute, die ohne DSLR nicht das Haus verlassen, denen aber eine DSLR im Geheimen zu groß ist, um sie mit in die nächste Eckkneipe zu nehmen.

XZ-1 gegen s95...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 16. Mai 2011 - 13:58

sorry, die xz-1 ist sicher gut, aber die c s95 ist sicher gleichwertig, ich bin überzeugt, auch die lx5 bzw. leica d-lux5. (die d-lux4 hate ich davor, die war auch schon in dieser liga, nun hab ich die s95, ein freund hatte die kleine oly.... vollkommen gleichwertig. l.g. aus wien

Also die XZ-1 ist eine gute

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 17. Mai 2011 - 13:27

Also die XZ-1 ist eine gute Premium kompakt Kamera. Leider hat Olympus den Video Modus vollkommen versemmelt. Das Bildrauschen dort ist auch bei bestem Sonnenlicht einfach inakzeptabel. Das macht heute jede Einsteiger Knipse besser. Die Autofocus Geschwindigkeit war auch nicht wirklich überzeugend. Obwohl die Kamera gut im Handling ist und sehr schöne Bilder gemacht hat habe ich sie nach einer Woche wieder zurückgegeben. Sorry Olympus, dann doch lieber warten auf die LX-6 (oder schon jetzt die LX-5 kaufen).

Keine Ahnung, was Du erwartest...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 17. Mai 2011 - 14:48

Die XZ-1 ist keine Spiegelreflex und auch keine Videokamera (Hat die überhaupt Video...?). Die XZ-1 ist eine kompakte Kamera mit einen hochlichtstarken Objektiv, in einer Packungsgröße, die man immer dabei haben kann. Und was die Bildqualität anbelangt, stellt sie die S95, LX-5, EX-1 ganz klar in den Schatten. Beweis: Einfach die RAW Dateien von dpreview runterladen. Ja, sie braucht sich noch nicht mal im direkten Vergleich zu meinr 10x teurern Hauptkamera verstecken. Natürlich ist da noch mal ein Unterschied in jeder Hinsicht -- der ist aber kein Faktor 10 groß...

Mein Nachbar wollte es auch nicht glauben, machte seine Witze über das Teil, faselte was davon, dass eine Kamera einen großen Sensor braucht um gute Bilder abzuliefern, und sowas kleines könne schon per Definition nichts taugen. Als ich ihm dann live vor seinen Augen den direkten Vergleich a900 mit Zeiss Objektiv vs. XZ-1 gezeigt habe, war sein Kommentar nur mehrmals: "Damit ist der Kauf einer Spiegelreflex definitiv nicht mehr gerechtfertigt." (Okay, es gibt schon noch ein paar Gründe... Aber wenn man die gegen den Preis und die Möglichkeit rechnet, die XZ-1 immer dabei haben zu können, hat er durchaus recht.)