Talent ist wichtiger als Technik.

— Andreas Feininger

Am 20.4.

  • 1951: Erste internationale photokina wird eröffnet (6. Mai 1950: 1. photokina - aber nur westdeutsche Hersteller)

Kodak-Patente mindern Kodak-Verluste

Der amerikanische Fotokonzern Eastman Kodak hat das vierte Quartal des letzten Geschäftsjahres 2009 mit einem Gewinn abgeschlossen. Dank höherer Lizenzeinnahmen für die Nutzung von Kodak-Patenten fällt der Verlust für das gesamte Geschäftsjahr geringer als erwartet aus:

Eastman Kodak schließt das vierte Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember 2009) mit einem Nettogewinn in Höhe von 443 Mio. US-Dollar (ca. 317 Mio. €) ab (siehe auch: Quaterly Earnings). Die Quartalsumsätze können um 6 % zulegen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009 sinken die Konzernumsätze um 19,2 %. Das schlechte erste Halbjahr 2009 hat das Gesamtjahresergebnis negativ beeinflusst. Der Jahresnettoverlust kann gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 210 Mio. US-Dollar (ca. 150 Mio. €) reduziert werden.

Insbesondere der Geschäftsbereich „Consumer Digital Imaging Group“ kann im vierten Quartal zulegen. Die Umsätze steigen um 27 % und die Sparte erzielt erstmals seit dem ersten Halbjahr 2008 wieder einen operativen Quartalsgewinn in Höhe von 380 Mio. US-Dollar (ca. 272 Mio. €). Die guten Umsätze sind nach Angabe von Kodak vor allem dem guten Jahresendgeschäft mit Tintenstrahldruckern und Druckerpatronen (+ 55 %) zu verdanken. Der operative Gewinn für das gesamte Geschäftsjahr beläuft sich auf 35 Mio. US-Dollar (ca. 25 Mio. €) gegenüber einem Vorjahresverlust in Höhe von 177 Mio. US-Dollar (ca. 127 Mio. €). Nun ist dieser Erfolg nicht allein einem Verkaufserfolg von Kodak-Produkten am Markt zuzuschreiben. So gibt Kodak an, dass allein 34,7 % des Bruttogewinns der Sparte „Consumer Digital Imaging Group“ aus Lizenzeinnahmen für Kodak-Patente stammen. Genaue Zahlen nennt Kodak nicht, aber eine eigene Berechnung ergibt ca. 200 Mio. US-Dollar (ca. 143 Mio. €) Lizenzeinnahmen im vierten Quartal 2009. Hinzu kommt, dass Kodak weiterhin Anstrengungen zur Kostenreduzierung unternommen hat. Die Forschungs- und Entwicklungskosten in der Digitalsparte sind im vierten Quartal um 26 % gesunken.

Der Geschäftsbereich „Film, Photofinishing and Entertainment Group“, der u.a. die Umsätze und Einnahmen des Film- und Entwicklungsgeschäfts enthält, und von Kodak als „traditioneller Geschäftsbereich“ bezeichnet wird, hat weiterhin mit sinkenden Umsätzen (- 10 % im vierten Quartal/ - 24 % Gesamtjahr 2009) zu kämpfen. Der Quartalsgewinn legt um 36 % zu und für das Gesamtjahr fällt der operative Spartengewinn auf 159 Mio. US-Dollar (ca. 114 Mio. €).

Einen operativen Jahresverlust in Höhe von 42 Mio. US-Dollar (ca. 30 Mio. €) gegenüber einem Vorjahresgewinn weist der Bereich „Graphic Communications Group“ auf. Die Nachfrage der Geschäftskunden nach Druck- und Dokumentenlösungen sei stark gefallen und ein ungünstiger Preismix in den einzelnen Produktgruppen habe, so Kodak, diese Entwicklung stark begünstigt.

Kodak sieht in der Geschäftsentwicklung des vierten Quartals 2009 gute Voraussetzungen für einen guten Start ins neue Geschäftsjahr. Eine genaue Prognose für 2010 wird es erst nach einem jährlichen Strategietreffen am 4. Februar 2010 geben.

(agün)
 

Patente Abschaffen!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Januar 2010 - 14:22

Diesen ganzen Zirkus mit diesen Patenten sollte man abschaffen! Nur weil einer irgendwann mal der erste war der auf eine Idee gekommen ist, bedeutet das nicht, dass der andere Später nicht die gleiche Idee haben könnte!

Unglaublich, dass Leute sich herausnehmen eine Idee für ewig für sich zu beanspruchen, obwohl sie vielleicht ihr Patent vielleicht gar nicht nutzen!

Weg mit diesen Patenten!

Patente

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Januar 2010 - 16:21

sollten ursprünglich Einzelerfinder gegen Vorteilsnahme und Ausbeutung durch Großfirmen schnützen. Dieses Ziel wäre auch heute noch hilfreich und lobenswert.

Inzwischen ist das Patentwesen aber ins Gegenteil pervertiert. Und der Einzelerfinder hat kaum noch eine Chance, überhaupt ein Patent zu erhalten, schon wegen der Kosten, die PatentAMT und Patentanwälte erheben.

Noch dazu wird ein großer Teil der Forschung mit öffentlichen Geldern finanziert. Sei es an Universitäten, diversen staatlichen Forschungseinrichtungen - Fraunhofer, Max-Planck, lauter here Namen zum unlauteren Geldscheffeln -, oder sei es durch Steuererleichterungen für Wirtschaftsuntenehmen.

All die dabei "gewonnenen" Patente, die der sTeuerzahler finanziert hat, müssen der Öffentlichkeit, früher hätte man respektvoll gesagt: müssen "dem Bürger" gehören.

Ein Bürger, der sich zur öffentlichkeit degradieren läßt, wird aber auch freiwillig auf den Gewinn aus den von ihm bezahlten Patenten verzichten.

Darum gehört DIESES Patentsystem tatsächlich abgeschafft.
Und deshalb wird genau dies nicht passieren.

Sie haben

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Januar 2010 - 15:58

den Technical Pan eingestellt, sie haben den Ektar 25 eingestellt, sie haben den T-MAX 3200 eingestellt, sie haben den Kodachrome eingestellt. Die Coloramen werden schon lange nicht mehr produziert. Geld verdienen sie nur noch mit Druckertinte und Patenten. Aber den Forschungsetat kürzen sie um ein Viertel.
Nachdem alles, was sie einzigartig und konkurrenzlos gemacht hatte, abgesägt woden ist, beharren sie auf der Auslauftechnologie der CCD-Sensoren.

Wie können diese Leute es nur wagen, sich noch "Kodak" zu nennen!

Da sägt wohl jemand...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Januar 2010 - 19:49

...am wertvollsten dieser Firma.

Da wäre

"Kodak"

Hilft aber auch nichts. Kodak lebt trotz solcher Absägversuche.

Na klar!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Januar 2010 - 22:04

Und für die neueste Durchhalteparole gibt es den morgendlichen Zählapell auf dem Werkshof bei Kodak. Inzwischen hat die weltweite Belegschaft auf einem Hof bequem Platz und man ist mit dem Durchzählen nach zehn Minuten fertig.

Was haben Sie...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 30. Januar 2010 - 02:50

...eigentlich mit der "Belegschaft"?

Kodak

ist ein Markenname und zwar ein sehr teurer und kostbarer.
Man hat alles verkauft was den Namen ruinieren könnte soweit man in diesen Bereich weiter mit den Wettbewerb versucht hätte auf eigene Faust weiterzumachen.
Der Markenname wurde gewinnbringend verkauft. Jetzt arbeiten die ehem. Mitarbeiter die tatsächlich für die Firma Kodak gearbeitet haben eben für eine andere Firma die mit den Namen Kodak Geld verdient und zwar mehr als Kodak jemals zuvor in dieser Sparte.

HP ist ein Konzern der extrem gut unterwegs ist und wächst. Aber mit HP als HP-Kameras konnte bis dato niemand etwas anfangen. Hingegen konnte Kodak sehr flott seine Digitalkamera-Sparte zu einem hervorragenden Preis verkaufen.

Das mit den Firmen ist wie an der Börse. Die eine wächst die andere schrumpft und die Firmen, welche in die Blase geraten sind eher diejenigen die ungesund wachsen.

Harman hat schon Ilford an Bord. Da würde ein Kodak sich ganz gut machen. Je preiswerter die Firma als solches an der Börse ist umso eher parken Ilford und Kodak plötzlich recht eng beeinander im selben Konzern.
Das in der Foto-Industrie ist ähnlich wie bei den Banken nur eben parken Foto-Sparten oft in Misch-Konzernen anstatt, dass ein Großer einen Kleinen aufnimmt. Das war wohl mit Yashica als Kleinen beim Großen Kyocera so. Yashica war als Markenname wertvoller und teurer als Kyocera. Als man Yashica durch Contax ersetzte und Kyocera als Marke in den Markt presste sah die Nachfrage plötzlich ganz anders aus. Das war keine Contax RTS mehr sondern eine Kyocera-Kamera auf, welcher Contax stand.
DALSA hat man noch nicht auf eine Gehäuse stehen gesehen aber Kodak definitiv und zwar auf Nikon wie Canon. Entwicklungshilfe hat man Nikon und Canon gegeben. Dann ging man getrennte Wege und im Studio arbeitet man überwiegend mit Kodak FFT CCD oder DALSA FFT CCD. Ein kleiner aber feiner Markt und selbst Philips verkaufte seine Sensor-Sparte an den Kanadier DALSA. Auch hier war der ehem. Philips Sensor-Bereich beim Spezialisten DALSA besser aufgehängt. Massenmarkt mit riesiger Mannschaft bedienen kann nicht jedem Unternehmen auf Dauer gut tun. Kodak ist bei industriellen Anwendungen gut vertreten. Anstatt Massenware eher auf den Kunden zugeschnittene Lösungen und Systeme.
Kodak stärkt damit die Marke während andere Ihren Namen als Plastik-Massenwaren-D-SLR-Hersteller pflegen und dabei schädigen.

Ilford lebt und Kodak lebt. Beides starke wertvolle und va. teure Markennamen.

Und Fotografieren,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 30. Januar 2010 - 23:49

tun Sie das auch? Oder lesen Sie den ganzen Tag die Börsenzeitung?