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Im Test: Sony Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM (aktualisiert)

Sonys Distagon T* 2,0/24 mm SSM basiert – der Name sagt es –  auf einer Optikrechnung von Carl Zeiss. Das weckt hohe Erwartungen und wir waren sehr gespannt, wie es sich wohl in Labor und Praxis zeigen würde:

Foto vom Distagon 2/24 mm von Sony

Distagon T* 2,0/24 SSM samt MTF-Kurven von Sony

 
Das Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM (SAL24F20Z; 1250 Euro UVP) gibt es derzeit für rund 1150 Euro im Handel. Es ist nicht ganz so lichtstark wie die Pendants von Canon und Nikon (jeweils 1,4/35 mm), kostet dafür aber auch 400 bzw. 700 Euro weniger und erfüllt mit „2,0“ gerade noch unsere Kriterien für den Test (Brennweite 24 mm; Blende 2,0 oder besser). Um seine Leistung zu prüfen, wurden wieder alle relevanten Testcharts bei unterschiedlichen Blendenöffnungen aufgenommen und mit meinen drei primären Auswertungsprogrammen – DxO Analyzer, IE Analyzer und Imatest – habe ich die Ergebnisse errechnet und grafisch dargestellt. Dabei kam es zu einigen nicht wirklich positiven Überraschungen. Kurz gesagt: dieses Objektiv hat mich ziemlich enttäuscht.

Hier die Ergebnisse für die MTF, also diejenige Funktion, die eine Beziehung zwischen dem Kontrast an einem Bildort in Abhängigkeit der Ortsfrequenz – der Feinheit der Details – herstellt. Es gibt viele mögliche Darstellungsformen einer MTF, aber aus Konsistenzgründen zuerst wieder die Darstellung der Zusammenfassung aus dem IE Analyzer:
 

Grafik: Georg N. Nyman

Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM bei Blende 2,0 – Überblick

 
Da mir dieses Ergebnis als sehr bescheiden für ein solches Objektiv erschien, habe ich alle Tests mehrmals wiederholt, aber innerhalb von etwa 5 % Abweichung die gleichen Resultate erhalten. In Ergänzung zu dieser Darstellung die MTF-Kurven der einzelnen Sterne – Star 0 ist die Mitte (siehe obige Darstellung). Die Justiergenauigkeit der Kamera in Bezug auf das Testchart war etwa +/- 2 mm, also kann es nicht an einer Ungenauigkeit der Orthofrontalität liegen. Ich habe darauf die einzelnen Sterne bei größerer Vergrößerung angesehen und festgestellt, dass das Objektiv bei offener Blende starke und gut sichtbare Restaberrationen aufweist, die vor allem in den Randbereichen, aber auch gegen die Mitte hin sichtbar sind.
 

Grafik: Georg N. Nyman

Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM bei Blende 2,0 – einzelne Sternkurven

 
Um Fehler der automatischen Auswertung zu minimieren, habe ich die Zentren der 9 Sterne einzeln bestimmt und markiert – aber die Ergebnisse entsprachen eben genau denjenigen, die in den vorigen Abbildungen gezeigt werden.
 

Grafik: Georg N. Nyman

Hier die „Check Center“ Darstellung, die für die korrekte Berechnung der MTF-Kurven wichtig ist – alle Zentren wurden korrekt erkannt und bestimmt. Nur sieht man bereits auf diesem Screenshot, dass die Auflösung sehr stark schwankt und zum Teil sehr schlecht ist.

 
Die Beurteilung in Photoshop ergab ein ähnliches Bild – es können deutlich sichtbare Anzeichen von Restaberrationen festgestellt werden. Wenn man die Blende zu schließen beginnt, wird das gesamte Erscheinungsbild recht bald deutlich besser – ab Blende 5,6 ist es recht gut.

Die Auswertung aus dem DxO Image Analyzer ergab in einer etwas anderen Darstellungsart ein ähnlich bescheidenes Bild: der Kontrast übertragener Details fällt sehr schnell stark ab, ist in der Mitte für die drei Farbkanäle trotz genauen Weißabgleichs sehr unterschiedlich und am Rand sehr stark abfallend:
 

Grafik: Georg N. Nyman
 
 
Grafik: Georg N. Nyman

Distagon T* 2,0/24 mm SSM bei Blende 2,0 – Bildmitte (oben) / Bildecken

 
Die Grenzauflösung in Abhängigkeit vom Bildort ist sehr inhomogen, das kann man gut an der folgenden Darstellung vom DxO Analyzer sehen – die einzelnen Farbkanäle stellen sich ähnlich dar, hier nur die Ergebnisse des Rot-Kanals:
 

Grafik: Georg N. Nyman

 
Eine gute Darstellung zeigt ein viel ebeneres Bild – hier aber hängt, wie man sieht, die Auflösung sehr stark vom Ort ab, den man betrachtet und das deckt sich genau mit der Auswertung aus dem IE Analyzer. Erst bei Blende 5,6 erreicht dieses Objektiv einen durchaus guten Kurvengang für ein starkes Weitwinkelobjektiv – hier die Darstellung aus dem DxO Analyzer bei Blende 5,6:
 

Grafik: Georg N. Nyman
 
 
Grafik: Georg N. Nyman

Distagon T* 2,0/24 mm SSM bei Blende 5,6

 
Zur Erinnerung: die vergleichbaren Canon- und Nikon-Objektive mit einer Ausgangslichtstärke von 1,4 (nicht 2,0!) sehen bei 2,0 sichtbar besser aus (siehe auch Im Test: Canon EF 1,4/24 mm L USM II und Im Test: AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED). Hier eine Darstellung der MTF-Übersicht aus dem IE Analyzer des Canon-Objektivs 1,4/24 mm L bei Blende 2,0 (nicht bei 5,6!) – die Unterschiede in den absoluten Messwerten sind beachtlich – praktisch vergleichbar denen von Sony bei Blende 5,6!
 

Grafik: Georg N. Nyman
 
 
Grafik: Georg N. Nyman

Canon EF 1,4/24 mm L USM II bei Blende 2,0

 
Ähnliche Ergebnisse bei Blende 2,0 liefert das vergleichbare Objektiv von Nikon, das AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED.

Wie sieht es mit der Verzeichnung aus? Hier die Ergebnisse des IE Analyzer Programms. Zuerst die Darstellung eines Gitters in 5-facher Verstärkung der geometrischen Verzeichnung und danach der Kurvengang der Verzeichnung aus dem gleichen Programm:
 

Grafik: Georg N. Nyman

Geometrische Verzeichnung, 5-fach verstärkt
 
 
Grafik: Georg N. Nyman

Hier ist horizontal der Abstand vom Bildzentrum und vertikal die Vergrößerung, die für das Zentrum auf 1 normiert wurde, dargestellt. Da die Vergrößerung unter 1 geht, ist sie am Rand geringer als in der Mitte, was ein Zeichen von tonnenförmiger Verzeichnung ist.

 
Es sind etwa 2 % Unterschied, gemessen von der Mitte zu den Ecken, das ist durchaus in Ordnung für so eine kurze Brennweite bei vollem 24x36-mm-Format und entspricht dem, was andere Objektive auch zeigen.

Die chromatischen Restfehler, vor allem die Queraberration, sind annehmbar. Das ist kein Apo-Objektiv und die Ergebnisse sind in Ordnung. Hier die Darstellung aus dem IE Analyzer:
 

Grafik: Georg N. Nyman

Chromatische Queraberration bei Blende 2,0

 
Bis in die Ecken ist die Aberration recht annehmbar, dann in den Ecken wird sie deutlich, aber das ist durchaus normal und vergleichbar mit anderen Herstellern. Bei Blende 5,6 dann ist diese Aberration gut unter Kontrolle und kaum mehr bemerkbar, außer im fernen Eckenbereich bei kritischen Objekten – siehe die folgende Kurve:
 

Grafik: Georg N. Nyman

Chromatische Queraberration bei Blende 5,6

 
Positiv fällt auch auf, dass das Objektiv schön symmetrisch justiert ist – man erkennt das gut an der kreisförmig zentrierten Aberration der Farbe.

Zum Schluss noch die Vignettierung. Auch die ist recht annehmbar; nicht berühmt, aber in Ordnung: in Summe 3/4 Blendenstufen, das ist für 2,0/24 mm im Kleinbild-Vollformat recht gut:
 

Grafik: Georg N. Nyman

Hier die Messergebnisse des Distagon T* 2,0/24 mm SSM. Wie vorher ist das Zentrum auf 1 normiert und der Helligkeitsabfall zum Rand hin als Grafik dargestellt. Man sieht einen maximalen Abfall von etwa 40 %, wie es auch im rechten Teil der Grafik angezeigt wird. Hier wurde zur Darstellung die Luminanz gewählt, die einzelnen Farbkanäle weisen fast identische Werte auf.

 
Wie sehen nun Bildergebnisse mit diesem Objektiv aus? Nun, bei Offenblende sind die Ergebnisse ansehbar, aber nicht besonders gut; ein Eindruck, der sich zum positiven verändert, wenn man zwei Stufen abblendet. Zuerst ein Beispiel mit offener Blende – man erkennt eine leichte geometrische Verzeichnung an den Säulen. Diese Verzeichnung kann aber recht einfach mit einem geeigneten Programm – z.B. Photoshop oder DxO Optics Pro – entfernt werden.
 

Foto: Georg N. Nyman

Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM, Blende 2,0
 
 
Foto: Georg N. Nyman

Ausschnitt; links oben
 
 
Foto: Georg N. Nyman

Ausschnitt; links, untere Mitte

 
Der Ausschnitt aus dem linken oberen Bereich der Originalaufnahme mit sichtbaren Farbrändern ist schon etwas störend und sollte bei so einer Optik eigentlich nicht so gut sichtbar sein. Auch der Ausschnitt von etwas unterhalb der Mitte gegen den linken Rand hin zeigt deutliche Farbränder – das sind Fehler, die aus der Summe Kamera plus Optik herrühren, die nicht schön sind, und die meiner Meinung nach nicht helfen, die alpha 900 in derselben Klasse wie die EOS 1Ds MkIII und die Nikon D3x zu positionieren.
 

Foto: Georg N. Nyman

Bratislava
Sony alpha 900 mit Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM bei Blende 5,6

 
Wie ich bereits erwähnt habe, erhält man beim Abblenden recht gute Aufnahmequalität. Das obige Beispiel, enstanden während eines Rundgangs in Bratislava, wurde in DxO Optics Pro entwickelt und korrigiert und dann als JPEG-Datei gespeichert. Die Ergebnisse sind ordentlich, wenn auch nicht überragend gut.

Meiner Meinung nach liefert Sonys 24-mm-Objektiv abgeblendet ganz gute Ergebnisse, lässt aber bei größeren Blendenöffnungen doch einiges zu wünschen übrig. Dem großen Namen Zeiss wird es nicht gerecht. Das könnte, so legen unsere Tests und Recherchen nahe, nicht nur ein einzelner Ausreißer sein, sondern an den vielleicht aus Kostengründen etwas großzügigeren Produktionstoleranzen und der nicht so akribischen Endjustage liegen. Konnten doch auch die zeitgleich getesteten Sony-Objektive 1,4/35 mm G (SAL35F14G) und 1,4/50 mm (SAL50F14) nicht völlig überzeugen. Canon und Nikon beispielsweise machen es jeweils sichtlich besser.

(Georg N. Nyman)
 
 
Zum Testprozedere:

  • EF 1,4/24 mm L USM II an einer Canon EOS 1Ds MkIII
  • AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED an einer Nikon D3x
  • Sigma 1,8/24 mm EX DG Makro an einer Nikon D3x
  • Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM an einer Sony alpha 900
  • Summilux-M 1,4/24 mm Asph. an einer Leica M9

Da besonders bei Weitwinkelobjektiven eine ganz exakte orthofrontale Ausrichtung der Kamera in Bezug auf die Testtargets von hoher Wichtigkeit ist, habe ich zur Ausrichtung einen Leica-Laserentfernungsmesser verwendet und durch trigonometrische Messung der einzelnen Abstände der Kamera zu den Ecken des jeweiligen Targets die Ausrichtung ermittelt. Dabei bleibt systembedingt ein Restfehler von etwa +/- 2 mm bei einer Entfernung von 1 m übrig. Zusätzlich erlaubt eine Funktion im DXO Analyzer die Berechnung der Orthofrontalität aus der Lage der aufgenommenen Punkteraster – der so ermittelte Fehler lag im Mittel bei maximal etwa 0,1-0,2 Grad, was für die Auswertung belanglos ist.

Die Aufnahmen wurden grundsätzlich im Raw-Format gemacht und wo möglich, auch in diesem Format ausgewertet.

Da die Messprogramme nur zum Teil Raw-Dateien verarbeiten können, wurde bei denjenigen Programmschritten, wo kein Raw–Format möglich war, ein konvertiertes TIFF verwendet –  natürlich ohne irgendwelche verändernde Einstellungen bei der Konversion zuzulassen. Zu TIFF wurde in dem Raw-Konverter entwickelt, den der jeweilige Kamerahersteller empfiehlt (also Nikon-NEF in Nikon Capture NX etc.).

Zur Auswertung wurden diese Programme eingesetzt:

  • DXO Analyzer (erlaubt in einigen Schritten Raw, und in dem Fall wurden auch Raw-Dateien benutzt, sonst TIFF)
  • Image Engineering Analyzer (TIFF, da er keine Nikon-, Canon- oder Sony- Raw-Dateien erlaubt)
  • Imatest von Norman Koren (kann praktisch alle Rohdatenformate verarbeiten und verwendet einen eingebauten Konverter dafür)

Zur Fokussierung wurde immer der Autofokus genutzt (Ausnahme: Leica M9), das Fokussierfeld wurde auf eine klare und gut definierte Kante möglichst nahe der Mitte eingestellt. (Manuelles Scharfstellen hatte ich auch probiert, aber angesichts der modernen, leeren Mattscheiben ohne Einstellhilfen waren die Ergebnisse schlechter.) Das von mir auch beobachtete Problem der Differenz von AF-Schärfenlage und exakter Schärfenlage (focus-shift) bei ganz offener Blende lichtstarker Objektiven habe ich versucht, durch eine vorherige Kameraoptimierung des eingebauten AF auf das zu messende Objektiv auszugleichen.

Bei der Leica M9 wurde manuell fokussiert; durch den Sucher auf den Schnittbildentfernungsmesser. Kontrolliert wurde die Scharfstellung mit einem 7x-Monokular. Dabei ist mir aufgefallen, dass die optimale Schärfe einer Aufnahme nicht immer ganz exakt mit der so ermittelten Schärfenebene übereingestimmt hat. Da aber die M9 kein Life-View hat, gab es keine andere Möglichkeit zur Scharfstellung.

Für die Auswertung wurde dann jeweils die beste aus mehreren Aufnahmen ausgesucht.

Nachbemerkung zum Testprozedere bzw. zu den hier gezeigten Auswertungen: Getestet und beurteilt wurde jedes Objektiv jeweils umfassend und gründlich. Im Interesse der Übersichtlichkeit und Verständlichkeit werden nur einzelne Testtafeln gezeigt, die besonders interessante oder signifikante Ergebnisse veranschaulichen. Die Objektiv-Bewertung, wie sie im Text beschrieben ist, fußt natürlich auf einem umfassenden Testlauf des jeweiligen Objektivs.

Wie immer habe ich viel Augenmerk auf die Abbildungseigenschaften gelegt, die sich aus den Aufnahmen verschiedener Testcharts ableiten lassen, und diese technisch ermittelten Ergebnisse dann mit praktischen Aufnahmen verglichen – eine Gegenüberstellung, die oft die nicht so berauschenden Auswertungen der Testcharts relativiert hat. Alle Labortests wurden mit den drei führenden Programmen für die technische Analyse von Objektiv-Kamera-Kombinationen, also mit dem DxO Analyzer, dem IE-Analyzer und mit Imatest und den entsprechenden Test- und Auflösungstargets gemacht.

Es erscheint mir wichtig, zu betonen, dass alle Ergebnisse Momentaufnahmen jeweils eines einzigen getesteten Objektivs sind und daher keinen absoluten oder generell gültigen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit stellen können. Wie bereits früher einmal erwähnt, müsste ich für eine umfassende Analyse mindestens ein oder zwei Dutzend gleiche Objektive und Kameras vergleichen und ausmessen, um zu Aussagen zu gelangen, die dann eine breitere und allgemeine Gültigkeit haben sollten.
 
 
Artikelserie – Lichtstarke 24er im Test:
Einleitung – Lichtstarke 24er im Test
Canon EF 1,4/24 mm L USM II
AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED
Sigma 1,8/24 mm EX DG Makro
Sony Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM (SAL24F20Z) (lesen Sie gerade)
Leica Summilux-M 1,4/24 mm Asph. (ab 28.5.2011 um 15:15 Uhr online)
 
 
Anmerkung der Redaktion: Es ist weder unsere Art, Seiten zu schinden, noch Klickstrecken zu bauen oder Artikel über mehrere Seiten auszubreiten, auf dass die vermeintliche Zugriffs- und Klickrate steige (Bilderstrecken sind für sowas sehr beliebt – das katapultiert die Seitenaufrufe nach oben). In diesem Fall haben wir uns aber entschlossen, die einzelnen Objektivtests auch in einzelne Artikel zu verpacken, weil das a) doch eine ganze Menge Grafiken und Auswertungen sind, und es b) so hoffentlich leichter verdaulich wird und weil c), wer sich nur für ein bestimmtes Objektiv interessiert, das auch schneller in Überschrift und Text und via Suche wiederfindet.
 

Nachtrag (27.5.2011; 22:30 Uhr):

Im Versuch, die Raw-Konverter-Diskussion etwas zu beruhigen („ja, aber wenn mit dem oder jenem konvertiert / gearbeitet worden wäre, dann wäre alles viel besser ...“), hier die Auswertung des Sony Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM, bei der die Rohdaten mit Lightroom 3.4 in TIFF konvertiert und dann ausgewertet wurden: der Screenshot zeigt praktisch dieselben Ergebnisse, ja ist sogar eher einen Deut schlechter. „Ist auch logisch – eine nicht vorhandene Qualität kann man nicht hinzufügen.“

Außerdem möchte ich nochmal auf folgenden Satz hinweisen, der oben gefallen ist: „Das könnte, so legen unsere Tests und Recherchen nahe, nicht nur ein einzelner Ausreißer sein, sondern an den vielleicht aus Kostengründen etwas großzügigeren Produktionstoleranzen und der nicht so akribischen Endjustage liegen.“ Und „Recherche“, das bedeutet nicht, dass wir mal kurz Google angeschmissen und ein paar Forenmeinungen zusammengetragen hätten. Mehr kann und darf aus Gründen des Quellenschutzes hier nicht gesagt werden.

Hier nun also die Auswertung nach einer Rohdatenkonvertierung via Lightroom:
 

Grafik: Georg N. Nyman

Carl Zeiss Distagon T* 2,0/24 mm SSM bei Blende 2,0 – Überblick (Konvertierung RAW - TIFF in Lightroom 3.4)

 

Bestätigt

Eingetragen von
Grüßender
(Stammgast)
am Freitag, 27. Mai 2011 - 15:53

Da sind die Vorurteile gegenüber Sony also berechtigt. Interessant.

Ist denn bekannt, wer das Zeiss/Sony Objektiv baut? Gerechnet und produziert wurde es bei Sony und ist damit ggf. eine Neurechnung eines früheren Minola-Objektivs, das dann ein Zeiss-Gütesiegel bekommt (oder eben eine Neurechnung von Sony?! Oder doch eine von Zeiss?)? Schade, dass Zeiss selbst kein vergleichbares Objektiv im Angebot hat. Das Ergebnis hätte mich sehr interessiert!

Mal schauen, wie morgen Leica abschneidet!

Nichts anderes erwartet

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 16:04
Zitat:

Da die Messprogramme nur zum Teil Raw-Dateien verarbeiten können, wurde bei denjenigen Programmschritten, wo kein Raw–Format möglich war, ein konvertiertes TIFF verwendet – natürlich ohne irgendwelche verändernde Einstellungen bei der Konversion zuzulassen. Zu TIFF wurde in dem Raw-Konverter entwickelt, den der jeweilige Kamerahersteller empfiehlt (also Nikon-NEF in Nikon Capture NX etc.).

Erstens: Was versteht er unter "ohne irgendwelche verändernde Einstellung"? Schon allein die Demosaizierung und die nötige Zuweisung irgendeines Farbprofils ist eine verändernde Einstellung!

Zweitens: Dass Sonys RAW-Konverter Schrott ist, dass weiss ja nun jedes Kind.

Einstellungen etc

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Freitag, 27. Mai 2011 - 16:32

Also zu Ihrem ersten Kommentar: Damit habe ich gemeint, dass ich keine sonst übliche Veränderungen hinsichtlich Farbe, Kontrast, Schwarz- und Weisspunkt, Schärfung etc gemacht habe, sondern alle zugänglichen Werte auf Null stellte. Zweitens - ja, der Sony Raw Konverter ist wirklich nicht beeindruckend, aber es ist derjenige, der von Sony für deren Kamera empfohlen wird und daher habe ich diesen verwendet. Wenn Sony der Meinung ist, dass er gut ist, so ist es deren Problem, wenn sie solche Dinge nicht erkennen. Das Objektiv in Kombination mit der Alpha 900 ist auch für mich eine herbe Enttäuschung gewesen - da steht der Name Zeiss drauf und da sollte auch Zeiss Qualität drin sein - meine ich.

Noch ein weiterer Kommentar zu einigen Bemerkungen der vorigen Tage: Es ist richtig, hier wird nicht die Optik allein gemessen und bewertet, sondern immer die Kombination von Optik und Kamera - das entspricht der üblichen Anwendung (die so enttäuschende Optik mit dem Namen Zeiss drauf könnte aus durchaus sehr gut sein, nur an der Kamera war sie es nicht). Wenn man die Optik allein bewerten möchte, so muss man eine ganz andere Messanordnung verwenden, das könnte ich zwar machen, es macht aber überhaupt keinen Sinn, denn praktisch alle, die sich eine der Optiken kaufen, verwenden sie an einer Kamera und nicht einfach nur so um eine schöne Optik zu haben. Film ist sicher eine Option - vor allem mit dem Gigabitfilm, aber dann wird wieder gemeckert - was denn Film, das ist doch uncool, wer macht denn das noch heute? Es kann richtigerweise auch vorkommen, dass eine Optik in der C Ausführung eine andere Performance zeigt als in einer N Ausführung - möglich, aber nicht unbedingt die Regel.

Weiters - ich habe von jeder Einstellung mehrere Aufnahmen gemacht und dann die beste Aufnahme ausgewählt - das ist nicht Schummeln sondern Optimierung. Wenn man "normal" fotografiert, macht man auch eine Serie von Aufnahmen einer Einstellung um dann die beste zu verwenden, denn bei ein und der selben Einstellung (ohne irgendwelche Veränderungen) kommen unterschiedlich gute Ergebnisse heraus.

Es hat sich anscheinend noch

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 16:44

Es hat sich anscheinend noch nicht bis Photoscala rumgesprochen, daß Canon und Nikon schon in den Kameras Farbsäume rausrechnen. Sony macht das nicht.

Die Farbsäume von dem Beispielfoto lassen sich problemlos mit einem Klick entfernen.

Laut Photozone ist das Zeiss 2/24 übrigens das beste 24er:

http://www.photozone.de/sonyalphaff/568-zeiss24f2ff

Vollkommen falsch ...

Eingetragen von
Der Wal
(Stammgast)
am Freitag, 27. Mai 2011 - 17:52

Man nimmt immer den Konverter, mit dem man die besten Ergebnisse erzielt und nicht den Konverter der Kamerahersteller. Das ist unprofessionell und verfälscht das Ergebnis. Verwenden sie Aperture von Apple oder Lightroom von Adobe und die Bildqualität ist dramatisch besser. Das ist in der Praxis relevant, nicht das Ergebnis eines miesen Konverters, den niemand verwendet, der mit dieser Ausrüstung ernsthaft fotografiert.

es ist also falsch den vom

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 18:47

es ist also falsch den vom hersteller zur vefügung bereitgestellten konverter zu benutzen.

und inwiefern verfälscht dies das ergebnis?
es geht hier um die leistung eines objektives als solches und durch schönrechnungen seitens einer software wird die auch nicht besser.

Es ist nicht grundsätzlich falsch,

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Freitag, 27. Mai 2011 - 22:45

den raw-Datenkonverter des jeweiligen Herstellers zu benutzen, zumal er meistens kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Es gibt aber Lösungen von anderen Herstellern die gegebenenfalls bessere Ergebnisse erzielen.

Gast schrieb:

es geht hier um die leistung eines objektives als solches und durch schönrechnungen seitens einer software wird die auch nicht besser.

Nein, die wird nicht besser, wenn man mal von Verzeichnis- und chromatischer Fehlerkorrektur absieht. Sie kann aber bei falscher Konverterwahl durchaus schlechter werden. Die vorhandene Leistung eines Objektives wird dann entweder voll ausgeschöpft, oder eben nicht.
ROG

Vollausgeschöpft

Eingetragen von
Grüßender
(Stammgast)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 12:17

Die Leistung des Objektivs ist doch offensichtlich voll ausgeschöpft?! Wenn es noch Konverter gibt, die alle übrigen Fehler wegmogeln, schön und gut. Wenn ein Objektiv darauf aber angewiesen ist, spricht das wohl eher für dessen schlechte Qualität – wie hier? Oder sehe ich das falsch? Befürchte nicht.

Auf der anderen Seite aber müsste man antürlich fragen, was dann "Canon" und "Nikon" schon rausgerechnet haben.

Fragen Sie doch einfach mal

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 12:39

was Hasselblad ganz selbstverständlich rausrechnet (weil's halt geht, und die Qualität im Zweifel profitiert) - und damit sogar Werbung macht ...! 8-)

So auch nicht richtig....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 19:12

Es gibt zu viele Kombinationsmöglichkeiten in der Kette: Kamera-Objektiv-Entwicklung und genausoviele Vorlieben. Wie sollte der Test denn aussehen: Sony alpha 900 mit Leica R Objektiv und CaptureOne zur Entwicklung oder besser Adobe RAW oder .....

Ich finde der Test ist fair und realistisch. Alle Möglichkeiten durchzuspielen ist nicht machbar.

Konverter

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 19:15
Der Wal schrieb:

Man nimmt immer den Konverter, mit dem man die besten Ergebnisse erzielt und nicht den Konverter der Kamerahersteller. Das ist unprofessionell und verfälscht das Ergebnis. Verwenden sie Aperture von Apple oder Lightroom von Adobe und die Bildqualität ist dramatisch besser. Das ist in der Praxis relevant, nicht das Ergebnis eines miesen Konverters, den niemand verwendet, der mit dieser Ausrüstung ernsthaft fotografiert.

Bei den Resultaten hilft nur ein anderes Objektiv,
Franz

inhomogene Schärfeverteilung

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 19:16

Die spannende Aussage dieser Tests ist wie ungleichmäßig die Schärfe über das Bild verteilt ist. Um diesen Zentrierfehler zu messen reicht ein relativer Vergleich der Messwerte in der Mitte zu mehreren Ecken aus. Solange nicht extrem geschärft wird ist dafür der RAW-Konverter ziemlich egal.
D der Autor auch Imatest das gängige RAW-files öffnen und konvertieren kann. Die Verarbeitung der Daten ist in diesem Fall für jede der verwendeten Kamera identisch!
Ich finde diese Berichte interessant. Die Messwerte passen gut zu den gezeigten Bildausschnitten und das doch ein gutes Zeichen.

Jain

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 22:01

Sony hat einen merkwürdigen Rauschunterdrückungsalgorithmus. In der alten Version gab es Aquarellmalerei, jetzt wird das ganze Bild unscharf weich gerechnet. Von Rauschen ist da nichts mehr zu sehen. Leider auch nichts von Bilddetails und Kantenschärfe. Die sind einfach in den Orkus gewandert. Adobes ACR <6.0 war wohl auch keine Leuchte was das Erhalten von Bilddetails anging....

Anders ausgesrückt: Der Hochleistunsgoptik wird durch die Verwendung von Schrottprogrammen (Sony Rawkonverter ACR 3.4) übel nachgeredet...

Das ist ein Irrtum

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Freitag, 27. Mai 2011 - 21:11
Der Wal schrieb:

Man nimmt immer den Konverter, mit dem man die besten Ergebnisse erzielt und nicht den Konverter der Kamerahersteller. Das ist unprofessionell und verfälscht das Ergebnis. Verwenden sie Aperture von Apple oder Lightroom von Adobe und die Bildqualität ist dramatisch besser. Das ist in der Praxis relevant, nicht das Ergebnis eines miesen Konverters, den niemand verwendet, der mit dieser Ausrüstung ernsthaft fotografiert.

Natürlich habe ich auch geschaut, ob nicht Lightroom (Version 3.4) bessere Resultate liefert - nein, das ist nicht der Fall. Lightroom liefert für diese messtechnische Anwendung keine besseren Ergebnisse, die Kombination von Alpha 900 mit dem Zeiss 24mm Objektiv wird nicht besser (die Werte aus Lightroom sind sogar ein wenig schwächer). Ungeachtet dessen stimmt es, dass der Sony Konverter mies ist.

Uralt-Version

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 21:54

Herr Nyman, lesen Sie nicht Photoscala? Dann müssten Sie doch mitgekriegt haben, dass wir bei ACR mittlereile bei Version 6.4.1 sind und das mit Version 6.0 Adobe den Rekonstruktionsalgorithmus komplett umgekrempelt und signifikant verbessert hat. Es gilt die dringende Empfehlung schon allein wegen dem neuen Algorithmus auf LR3 upzugraden. Die Ergebnisse sind dramatisch besser.

Immer das gleiche.

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Freitag, 27. Mai 2011 - 22:57

Lesen Sie doch erstmal den Beitrag, bevor Sie ihn kommentieren?
Dann müssten Sie doch mitgekriegt haben, dass Herr Nymann die neueste Lightroom Version mit Sonys Rawkonverter verglichen hat.
ROG

Stimmt.

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 12:58

Lesen müsste man können... Im Eifer des Gefechts habe ich "ACR 3.4" statt "Lightroom 3.4" gelesen ;-)
Mea culpa.

WO DER WAL RECHT HAT HAT ER RECHT!!!

Bild von Hififan
Eingetragen von
Hififan
(Inventar)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 10:42

Man nehme so man kann und darum weiß IMMER den besten Converter! Das ist nicht erst seit diesem Test so sondern schon seit ewigen Jahren den Digital-Photografen bekannt!
Sony R1 und Sony Converter? Geh ab, keine Synergie aber mit Adobe Converter um einiges besser!
Eines bleibt aber unbestritten, das Sonys Objektive eine recht mittelmäßige Zeilenauflösung haben. Aber das weis man auch schon seit Jahren! Da vertraue ich voll und ganz DxO!

Die Vorteile von anderen RAW-Konvertern außerhalb Adobes Welt:

Eingetragen von
Photographie
(Stammgast)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 12:37
Hififan schrieb:

Man nehme so man kann und darum weiß IMMER den besten Converter! Das ist nicht erst seit diesem Test so sondern schon seit ewigen Jahren den Digital-Photografen bekannt!
Sony R1 und Sony Converter? Geh ab, keine Synergie aber mit Adobe Converter um einiges besser!
Eines bleibt aber unbestritten, das Sonys Objektive eine recht mittelmäßige Zeilenauflösung haben. Aber das weis man auch schon seit Jahren! Da vertraue ich voll und ganz DxO!

Die Vorteile von anderen RAW-Konvertern außerhalb Adobes Welt:

Es geht darum, dass Lightroom/ACR und der Sony eigene Konverter für viele Schärfungsanwendungen nicht gerade die beste Lösungen sind, wenn es um Raw-Bilder aus einer Sony Alpha Kamera geht. Aber auch für andere Systemuser trifft es durchaus zu, dass man mit Programmen wie DxO und C1 bessere Ergebnisse erzielen kann in wenigen Handgriffen im Vergleich zu Lightroom/ACR.

DxO Optics Pro oder Phase One Capture One insbesondere haben da zum Teil eine bessere Schärfungsfunktion oder sind in ihren Grundeinstellungen deutlich weniger destruktiv oder kontraproduktiv als andere RAW-Konverter. Klar man kann auch gute Ergebnisse in Sachen Schärfe mit Lightroom/ACR machen (spätestens per restlichen EBV und Hochpassebenen-Schärfung), aber die Resultate die man insbesondere mit RAW-Konvertern wie DxO Optics Pro oder Capture One erzielen kann sind oftmals erstaunlich und mit einen Klickt sozusagen ansehlich bei Lightroom/ACR musste unter Umständen etwas mehr arbeiten, weil m.E. der USM-Filter alles andere als perfekt ist und die Nachschärfungseinstellungen und generell die Automatikeinstellungen von Adobe teilweise na ja, sagen wir mal so ,,Standard" sind, dass die nicht wirklich alle Parameter der Kamera bzw. Aufnahmeinstellungen beachten oder ihre Eigenarten eben haben...

Auch finden Fotografen wie der berühmte Microstock-Fotograf Yuri Arcurs beispielsweise Programme wie Phase One Capture One für einen RAW-Workflow besser geeignet als Adobe Camera Raw oder Lightroom, weil man gerade beispielsweise mit Capture One sehr gute Ergebnisse in Handumdrehen erzielen kann und genau dies ist auch meine Beobachtung bzw. Erfahrung mit den anderen RAW-Konvertern jenseits von Adobe Camera Rar und Adobe Lightroom.

Zudem haste mit Programmen wie Capture One oder DxO Optics Pro oder meinetwegen auch Apples Aperture (benutz ich zwar nicht) sehr viele Funktionen oder nützliche Features, die dir kein Adobe Programm so anbieten kann. Ich finde alleine schon die Funktionen und GUI/Benutzeroberfläche von Capture One deutlich viel besser gelöst als bei Adobe Camera Raw oder Lightroom. In Capture One kannste beispielsweise mit der Gradationskurve und Tonwertkorrektur so arbeiten, wie es bei Adobe und selbst bei DxO Optics Pro in dem Maße nicht möglich wäre und selbst die Automatikfunktionen sind bei Capture One teilweise gut gelöst, wenn es um die Bildoptimierung geht, da ist eine Helligkeits oder Tonwertkorrektur ein Kinderspiel und bedarf nur geringer Änderungen. (Bei Adobe hingegen liegen oftmals die Automatikfunktion so daneben, oder sind nicht zufriedenstellend.) Wirklich fortschrittliche Funktionen mit anderen Worten. Zudem hat Capture One, sofern man seine Kamera nicht selber profiliert hat eines der besten abgestimmten ICC-Farbprofile für die jeweiligen Kameras, die dieser Raw-Konverter unterstützt. Die Farben meiner Spiegelreflexkamera sehen bei Capture One deutlich besser aus als mit Adobe Camera Raw usw. Einzig DxO Optics Pro kommt dem noch Nahe oder ist mindestens genauso gut.

Aber na gut, manche Leute brauchen keine andere RAW-Konverter von Adobe oder machen nur JPEGs und beschäftigen sich nicht mit der Materie. ;-)

Aber ich wollte nur dies mal anmerken.

So macht das gar keinen Sinn...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 18:25

Die vergleiche sind so, wie sie hier durchgeführt wurden nicht aussagekräftig. Jeder der mit einer A900 fotografiert weiss welch riesigen Unterschied es gerade bei Weitwinkelaufnahmen macht wenn man z.B. einen modernen RAW Konverter wie z.B. ACR 6.4 mit passender CA Korrektur für das Objektiv verwendet.
Sowohl das Canon 1.4/24mm als auch das Nikon 1.4/24 werden hier mit entsprechender unterstützender Softwarekorrektur beurteilt, das Zeiss hingegen ohne dieselbe. Das ist schlicht unsinnig.

Also die Auswertung bitte nochmal, für alle Objektive mit entsprechendem RAW-Konverter (aktueller ACR oder LR)
mit entsprechend angepasster Tonwertkurve und entsprechend abgeglichener Schärfung auf gleiches Niveau an Artefakten und Detailreichtum. Wenn man so vorgeht (das ist nichts Anderes als es jeder Fotograf mit Anspruch auf gute Qualität auch macht), machtdie ganze Sache erst Sinn. Denn nur dann nivelliert man die sehr, sehr unterschiedliche RAW-Vorverarbeitung der verschiedenen Kameras, wie in der Praxis auch, aus.

Wahl des RAW-Konverters

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 18:40

Einerseits finde ich es ebenfalls voll gerecht, wenn Sony (auch deshalb) abstinkt, weil sie ihren Kunden einen Schrott RAW-Konverter liefern!

Andrerseits hätte man unter dem Aspekt der bestmöglichen Vergleichbarkeit der Objektive (!) tatsächlich Adobe Lightroom als Konverter nehmen können. Die Software ist aktuell mit Abstand Weltmarktführer, frisst RAWs aller bekannten Kameras und macht damit einen verdammt guten Job (bin selbst von Canon DPP auf LR umgestiegen).

Fotografen, die Kameras und Optiken dieser Preisklasse einsetzen, verwenden (hoffentlich) auch den bestmöglichen Raw-Konverter und das ist derzeit "in Summe aller Eigenschaften" Lightroom (bzw. dieselbe engine als Adobe Camera Raw in Kombination mit PS).

Aus gutem Grund ist es auch der RAW_Konverter, den dpreview und andere große Testportale statt der vom Hersteller mitgelieferten proprietären Konverter für Vergleiche von Kameras & Objektiven verwenden.

Das hätte auch den Vorteil, dass man dann tatsächlich auch Optiken die es in mehreren Bajonett-Ausführungen gibt (z.B. Zeiss "Z_" oder das geteste Sigma) an unterschiedlichen Kamera-Bodies besser vergleichen könnte.

Bitte nicht als Fundamentakritik verstehen, nur als Anregung "fürs nächste Mal". :-)

Ich schätze Deine Tests und kann mir ansatzweise vorstellen, wieviel Arbeit und Aufwand damit verbunden ist! Dafür auf jeden Fall einmal ein herzliches Danke!

Methodik

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 18:45

Klar, man kann so messen. Man kann verschiedene Kameras und Dateiformate und RAW-Konverter mischen und bekommt dann einen großen Datenbrei. Problematisch wird es, wenn der Autor das als Objektivtest bezeichnet und mangels Erfahrung falsche Schlüsse zieht.

RAW Converter

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 20:33
gnnyman schrieb:

aber es ist derjenige, der von Sony für deren Kamera empfohlen wird und daher habe ich diesen verwendet. Wenn Sony der Meinung ist, dass er gut ist, so ist es deren Problem, wenn sie solche Dinge nicht erkennen.

Sony empfiehlt gar nichts. Sony liefert einen untermittelprächtigen RAW Konverter als Gimmick mit. Alleine die Bedienung schreckt schon von der Verwendung ab. Kurz: Wer Sonys Raw-Converter verwendet ist selber schuld.

RAW-Konverter werden von Spezialisten wie PhaseOne, Adobe oder Dave Coffin & Co. geliefert.

(PS: Das Purpel Fringing was Sie groß herausstellen, ist vollkommen normal. Haben Sie bei jedem Objektiv bei großen Blendenöffnungen an extremen Hell/Dunkel-Übergängen. Und genauso gut kann man das rausrechnen: Ist ein Häkchen in CaptureOne und fertig aus. Vgl. Handbuch zu CaptureOne)

Hallo Herr Nyman

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 21:15

um mal was Konstruktives beizutragen: Tuen Sie sich und uns mal folgenden Gefallen:

  1. Wenn Sie die Testaufnahmen nicht bereits bei ISO 200 gemacht haben (der Grundempfindlichkeit der a900!), wiederholen Sie sie bitte bei ISO 200. Sie werden ein blaues Wunder erleben, wozu diese Kamera fähig ist!
  2. Laden Sie sich Capture One runter (30 Tage freies Ausprobieren), falls Sie's noch nicht haben
  3. Lassen Sie die Schärfung auf den Vorgabewert stehen: Das ist die Minimunschärfung für das Demosaicing. Wenn Sie niedriger gehen, verschlechtern Sie die Bildqualität grundlos und mutwillig. Bei höheren Werten, gut, ist Geschmackssache. Wollen wir ja hier nicht.
  4. Stellen Sie beide, Helligkeits- und Farbrauschregler auf 0. Ja, null. Nur falls Sie aufgrund einer zu hohen Temperatur kein rauschfreies Bild erhalten sollten, drehen Sie die Regler vorsichtig (!) hoch (auf 1-5 oder so)
  5. Wählen Sie als Process Receipt TIFF, 16 Bit, und Embed Camera Profile
  6. Wiederholen Sie Ihre Auswertung und berichten Sie uns davon.

Ich bin mir sehr sicher, dass Sie ein vollkommen anderes Ergebnis erhalten werden.

Zeiss 24mm f/2,0 Serienstreuung? Photozone-Tests sind besser!

Eingetragen von
Photographie
(Stammgast)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 10:57

Ich denke wir sollten als Messlatte zum Zeiss Distagon Test lieber diese Tests begutachten:

http://www.photozone.de/sonyalphaff/568-zeiss24f2ff

Und da ist das Zeiss Distagon T* 24mm f/2,0 ZA SSM als ein Top-Objektiv bewertet worden.

Ich schätze mal hier wurde ein fehlerhaftes oder dejustiertes Exemplar getestet oder im Testaufbau und Ablauf ist etwas schief gegangen (Auflösungstests, die ein perfektes Fokussieren verlangen, sind selbst mit SSM-Objektiven immer so eine Sache und ich denke SSS/Antishake/Sensorbildstabiliersierung wurde sowieso ausgemacht).

Zur Raw-Konverter Diskussion:

Bei Sony ist es so: dank der weichen Abstimmung eines RAW-Bildes aus einer Sony Alpha sollte man gerade die Schärferegler einstellen! Dies funktioniert übrigens immer noch am Besten mit Programmen wie DxO Optics Pro oder Capture One, alles andere muss per Ebene kopieren + Hochpassfilter, etc. gemacht werden oder per vernünftigen USM (denn sowohl Sonys RAW Konverter als auch Lightroom oder Adobe Camera Raw sind alles andere als perfekt, wenn um Bildschärfe, Bildqualität geht. Das einzige was ACR/LR gut kann für eine Sony Alpha ist die mittlerweile ausgereifte Farbrauschkorrektur, aber auch da muss man beachten, dass die Helligkeitsrauschminderung, manchmal bei Adobe zu aggressiv eingestellt ist...). Das ist doch der Witz an mehr oder weniger unbehandelten RAW-Bildern im Vergleich zu JPEG-Dateien, wo die Kamera in der JPEG-Engine oder Bildverarbeitungskette alles schon leider vorgibt.

Ansonsten @ Georg N. Nyman:

Man kann auch bei Sony Zeiss ZA Objektiven Zeiss-Qualität erwarten! Zumindest sind all meine Zeiss Objektive völlig in Ordnung und weisen eine extrem gute Schärfe auf und kann mich nicht beklagen, insbesondere mein Zeiss 135mm f/1,8 (das lichststärkste seiner Klasse und eines der schärfsten Objektive für's A-Bajonett und mechanisch gesehen etwas besser als das Zeiss 85mm f/1,4, dass leider einen ausfahrenden Objektivtubus hat trotz IF-Design, da ist das 135mm etwas besser) und mein Zeiss Vario-Sonnar T* 24-70mm f/2,8 (extrem schneller Fokus, gute bis sehr gute Abbildungsleistung je nach Blende und Situation) sind da erwähnenswert. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht wie dieses schlechtes Testergebniss des Zeiss 24mm in Anbetracht der Photozone-Testergebnisse zustandekam, aber vielleicht liegt es wirklich an Serienstreuung oder AF-Probleme mit diesen Objektiv oder was auch immer, denn als ich auf der Photokina war, hatte ich merkwürdigerweise auch nicht gerade die besten Ergebnisse mit einen Testexemplar des 24mm + Alpha 900 erzielt, selbst mit Abblenden nicht wirklich sehr gute Ergebnisse, eher Mittelfeld...! (Da war mein Zeiss 24-70mm f/2,8 gar schärfer) Aber denke dies war auch durch die zu langen Belichtungszeiten geschuldet. (Gab wacklige Bilder, weil ich zu faul war höhere ISO-Empfindlichkeiten einzustellen bzw. diese sich so und so für Schärfebeurteilungen nicht so gut eignen, wie saubere ISO 200 Bilder)

Schlimmer in der letztjährigen Photokina war, dass ich irgendwie kaum ein SSM-Objektiv mit den NEX-Kameras wirklich mit AF benutzen konnte.

Ansonsten who knows was mit dem Zeiss 24mm Exemplar für diesen Test hier los war. Es wäre evtl. sinnvoll sich an den Hersteller Sony oder Konstrukteur Zeiss zu wenden und sollten es wirklich Qualitätsprobleme dank Serienstreuung sein, würde ich hier ordentlich mal ein Beschwerdebrief bzw. gut gemeinter Kundenbrief schreiben! Denn es kann nicht wahr sein, dass offenbar selbst bei einen Zeiss-Objektiv in der Qualitätssicherung geschludert wird. Man zahlt oftmals für ein Zeiss-Objektiv egal für welches Bajonett oder bei welchen Auftragshersteller auch immer für das Zeiss Design aus Oberkochen nun mal locker mal 800-1800,-€! (ganz geschweige den von den Ultra Prime und Master Prime Objektiven für's richtige Kino mit PL-Mount, die durchaus auch mal mehr kosten können als ein Mittelklassewagen!)

Hier muss man auch auf Kundenseite deutlich den Hersteller signalisieren, dass man den Kunden nicht vergraulen darf, nur weil man in der Endkontrolle versagt hat. Und da man öfters in jeden Forum bei egal welchen Hersteller von Objektiven öfters mal von dejustierten, fehlerhaften Exemplaren hört (es gab oft genug Fälle in den verschiedenen Foren, wo über Seriensstreuung bei Sigma-Objektiven, Canon EL, Nikon Nikkoren und Sony Zeiss ZA Zooms gesprochen worden ist oder dass man urplötzlich mit einen Zeiss 85mm f/1,4 nicht zurecht kam und erst ein Gang zum Service bzw. Justage erst half... Andererseits das sind oftmals nur Einzelfälle oder teilweise auch durch fehlerhafte Bedienung geschuldet... Aber denke beim photoscala Test wurden keine elementare Fehler begangen, es sei denn man hat nicht grundlegende Dinge beachtet, die beispielsweise bei den Tests von Photoscala immer beachtet werden und hier der gesamte Testaufbau offengelegt ist zum größten Teil... ), fragt man sich wirklich, wo noch die Interessen der Kunden gewahrt werden und Qualität wirklich noch zählt.

Andererseits ich musste mich persönlich eigentlich noch nie mit schlechten Objektiven quälen, meine Zeiss Objektive und bisherigen G-Teles sind allesamt in Ordnung.

Und da kann ich ihren Artikel nicht zustimmen bei folgender Aussage, sollte sie allgemein auf reguläre Sony-Objektive und Sony Zeiss und auf Sony G Obektive bezogen sein:

Zitat:
,,Konnten doch auch die zeitgleich getesteten Sony-Objektive 1,4/35 mm G (SAL35F14G) und 1,4/50 mm (SAL50F14) nicht völlig überzeugen. Canon und Nikon beispielsweise machen es jeweils sichtlich besser."

(Georg N. Nyman)
Zitat Ende

Denn man kann sicherlich nicht generell von schlechten Qualitätsmanagement oder schlecht konstruierten Objektiven bei einen Systemhersteller xy sprechen in Anbetracht dessen, dass oftmals die Qualitätssicherung egal bei welchen Hersteller mittlerweile etwas zu wünschen übrig lässt bei manchen Einzelfällen oder eben Montagsmodellen und in der Tatsache, dass trotz allem zufriedenstellende Exemplare offenbar in der Mehrheit bzw. für die Mehrheit der Systemuser eines bestimmten Kamerasystems immer existieren werden offenbar. Hier wegen einen Exemplar und insbesondere gerade in Anbetracht des guten Photozone-Tests von einen schlechten bzw. nicht zufriedenstellenden Objektiv namens Zeiss Distagon T* 24mm f/2,0 ZA SSM und in den Aussagen gewissermaßen noch von schlechten Sony Zeiss Objektiven zu sprechen halte ich doch etwas für zu gewagt. Oder habe ich einige Aussagen von Ihnen falsch verstanden? Denn ich meine die Qualität und gute Abbildungsleisung bei einen Großteil vieler Zeiss-Objektive für's Alpha-Bajonett ist gegeben und gewährleistet. Das zeigen immer wieder die zufriedenen User und die guten bis sehr guten Testergebnisse bei Photoscala, die sicherlich nicht geschönt werden (denn das Zeiss 16-80mm für APS-C bekam schlechtere Ergebnisse als so manch andere APS-C Objektiv, wo kein Zeiss drauf stand).

Auch muss ich immer wieder darauf hinweisen: man nehme ein gutes Zeiss 135mm f/1,8 oder ein ordentliches Zeiss Vario-Sonnar T* Kleinbildobjektiv und nutze es mit der Alpha 900, man wird vorausgesetzt man weiß damit umzugehen und zu fotografieren (und evtl. richtig EBV-Software einzusetzen, wenn man keine JPEG-Engine mag), eines der besten Ergebnisse in Sachen Bildqualität erreichen können, die man derzeit im D-SLR Sektor mit einer Kleinbildkamera erzeugen kann! Die schiere Auflösung und Qualität der Bilder aus einer Alpha 900 + guten Objektiv weiß einfach zu überzeugen. Klar bei High-Iso ab ISO 1600-6400 ist die Alpha 900 nicht mehr so perfekt. Aber selbst bis ISO 3200 lassen sich noch brauchbare Ergebnisse erzielen und die sind bei weitem besser im Vergleich zu mancher Kompkatknipse oder älteren CCD Spiegelreflexkamera. ;-)

Also so schlecht ist der Sony Alpha 900 Sensor mit 24,6 MP und die Zeiss-Objektive nun auch wieder nicht, wie manche jetzt dank eines einzelnen Artikels in Photoscala glauben mögen oder schon immer gerne lesen wollten, weil sie ja sowieso lieber ein anderes System nutzen. (sollen sie doch, es ist auch nicht ihr Ding, da sie mit keiner Sony Alpha fotografieren) Aber es wird gefährlich generell ein vernichtendes Urteil auf ein System zu geben, nur wegen eines einzelnen Tests oder bei erwähnten altbackenen und sowieso längst bekannten Problem des 35mm f/1,4 G beispielsweise (das aber erstaunlicherweise laut neueren Tests gegenüber der Konkurrenz der 35mm Objektive doch nicht so schlecht ist, wie man es immer gerne behauptet hatte), denn das verwirrt den System-User (hier den Sony Alpha Nutzer oder altbackenen Minoltaner), der sich auf ein neues Zeiss-Objektiv gefreut hatte um endlich mal seiner Objektivsammlung oder Objektivparks zu komplettieren um neue Brennweiten oder fotografische Möglichkeiten zu erschließen in Sachen Abbildungsleistung und Lichtstärke etc.. mit denen man auch durchaus wunderbar fotografieren kann. Und ich finde das sollte man trotz des heutigen Trends der allgemeinen Fachpresse, nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten beachten. Nicht gleich ein ganzes System oder eine ganze Sache vor verurteilen, weil man die Vorurteile oder schlechten Gedanken der anderen wieder mal bestätigt sieht oder denkt oder meint, nur weil etwas einmal nicht perfekt ist oder klappt, dass automatisch alles, was damit zu tun hat auch schlecht ist. (denke das ist leider die typische menschliche Verhaltensweise man assoziiert gleich bei einer zufällig schlechten Erfahrung mit etwas, nachfolgend alles andere was damit verknüpft auch als etwas ,,Schlechtes" bzw. als schlechte Erfahrung)

Ansonsten unabhängig meines Kommentars hierzu, möchte eine kleine Frage stellen?

Ist dieses scheinbar so schlechte Zeiss 24mm, dass sich noch obendrein als ,,Distagon" schimpft wirklich so schlecht und unzufriedenstellend? Dass es selbst als Zeiss noch nicht mal wirklich scharfe Bilder im Bildzentrum bei f/4,5 und f/7,1 bis f/11 liefert? Und ist es wirklich so schlecht, dass es noch nicht mal bei Offenblende oder f/2,8 einigermaßen eine gute Bildschärfe im Bildzentrum liefert? (ich denke in Anbetracht der Kompromisse die auch ein Zeiss oder ein solche Objektivkonstruktion nun mal eben hat muss man immer wieder erwähnen, dass sofern die Bildschärfe im Bildzentrum gegeben ist und keine allzu sehr deutlichen Bildrandunschärfen gegeben sind bei Kleinbild, dann ist die Welt eigentlich noch mehr oder weniger in Ordnung, den zentrale Bildmotive laufen nun mal mehr im Bildzentrum ab, als an den Rändern eines Bildes. ;-) Und seitdem Kleinbild + höhere Auflösung auch in der digitalen Fotografie existent sind, gibt es das Problem, dass die Randunschärfen an den Ecken bei vielen Objektiven deutlicher wird als noch mit APS-C Kameras oder mit den Analogfilmen damals) Sollte aber das hier geteste Zeiss 24mm noch nicht mal bei f/4,5 bis f/7,1 oder f/11 eine durchgängig gute Schärfe liefern, dann ist es in der Tat ein schlechtes und grottiges Exemplar und dann sollte man sich in der Tat um ein anderes Testexemplar bemühen oder das Objektiv zur Justage schicken... Mehr ist das eigentlich nicht.

Das ist nur mein bescheidenes Wort zum Sonntag. (bzw. hier: Samstag)

Schöne Grüße
Photographie

gnnyman schrieb:

Also zu Ihrem ersten Kommentar: Damit habe ich gemeint, dass ich keine sonst übliche Veränderungen hinsichtlich Farbe, Kontrast, Schwarz- und Weisspunkt, Schärfung etc gemacht habe, sondern alle zugänglichen Werte auf Null stellte. Zweitens - ja, der Sony Raw Konverter ist wirklich nicht beeindruckend, aber es ist derjenige, der von Sony für deren Kamera empfohlen wird und daher habe ich diesen verwendet. Wenn Sony der Meinung ist, dass er gut ist, so ist es deren Problem, wenn sie solche Dinge nicht erkennen. Das Objektiv in Kombination mit der Alpha 900 ist auch für mich eine herbe Enttäuschung gewesen - da steht der Name Zeiss drauf und da sollte auch Zeiss Qualität drin sein - meine ich.

Noch ein weiterer Kommentar zu einigen Bemerkungen der vorigen Tage: Es ist richtig, hier wird nicht die Optik allein gemessen und bewertet, sondern immer die Kombination von Optik und Kamera - das entspricht der üblichen Anwendung (die so enttäuschende Optik mit dem Namen Zeiss drauf könnte aus durchaus sehr gut sein, nur an der Kamera war sie es nicht). Wenn man die Optik allein bewerten möchte, so muss man eine ganz andere Messanordnung verwenden, das könnte ich zwar machen, es macht aber überhaupt keinen Sinn, denn praktisch alle, die sich eine der Optiken kaufen, verwenden sie an einer Kamera und nicht einfach nur so um eine schöne Optik zu haben. Film ist sicher eine Option - vor allem mit dem Gigabitfilm, aber dann wird wieder gemeckert - was denn Film, das ist doch uncool, wer macht denn das noch heute? Es kann richtigerweise auch vorkommen, dass eine Optik in der C Ausführung eine andere Performance zeigt als in einer N Ausführung - möglich, aber nicht unbedingt die Regel.

Weiters - ich habe von jeder Einstellung mehrere Aufnahmen gemacht und dann die beste Aufnahme ausgewählt - das ist nicht Schummeln sondern Optimierung. Wenn man "normal" fotografiert, macht man auch eine Serie von Aufnahmen einer Einstellung um dann die beste zu verwenden, denn bei ein und der selben Einstellung (ohne irgendwelche Veränderungen) kommen unterschiedlich gute Ergebnisse heraus.

Beachten Sie bitte die Dimensionen und Zahlenangaben!

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 11:02

Die Messungen in Photozone wurden mit Imatest und dem SFR (plus oder auch nicht, ist egal) Target gemacht, nehme ich an (aus den Ergebnissen schließbar) und nicht mit dem 9fachen Siemensstern. Das ist einmal ein bedeutender Unterschied, denn die schräge Kante (slanted edge) ist etwas "verzeihender" als ein Siemensstern und errechnet die MTF auf eine andere Weise.
Zweitens und vielleicht noch wichtiger - die Ergebnisse auf der Seite, die Sie als Referenz angegeben haben, zeigen den MTF50 Wert in LW/PH und nicht den Wert, den ich in dem Screenshot darstellte - MTF10 und LP/PH. Also bitte, etwas mehr auf die Dimensionen und die Messmethoden achten, bevor Sie schreiben....

Genau das habe ich aber befürchtet...

Eingetragen von
Photographie
(Stammgast)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 11:47

Genau das habe ich aber befürchtet...

Es wird bei photoscala mit ganz anderen Testmethoden bzw. Dimensionen und Zahlenangaben gerechnet. ;-)

Denn anders ließe sich einerseits der Lob in ihren Artikel bezüglich der Schärfe beim Abblenden erklären, andererseits der deutliche Tadel bei den Tests bei größerer Blendenöffnung.

Also sind die Tests von Photoscala und Photozone nicht wirklich miteinander vergleichbar?

Bevor ich schreibe...? Gut und schön, aber das beantwortet nicht meinen Punkt bzw. meine eigentlich brennende Frage:

Warum kommt man in diesem Artikel zu einen so vernichtenden Urteil eigentlich in diesem Abschnitt:

Zitat:
,,Meiner Meinung nach liefert Sonys 24-mm-Objektiv abgeblendet ganz gute Ergebnisse, lässt aber bei größeren Blendenöffnungen doch einiges zu wünschen übrig. Dem großen Namen Zeiss wird es nicht gerecht. Das könnte, so legen unsere Tests und Recherchen nahe, nicht nur ein einzelner Ausreißer sein, sondern an den vielleicht aus Kostengründen etwas großzügigeren Produktionstoleranzen und der nicht so akribischen Endjustage liegen. Konnten doch auch die zeitgleich getesteten Sony-Objektive 1,4/35 mm G (SAL35F14G) und 1,4/50 mm (SAL50F14) nicht völlig überzeugen. Canon und Nikon beispielsweise machen es jeweils sichtlich besser."
Georg N. Nyman
Zitat Ende

Nur weil dieses Objektiv insbesondere bei Offenblende enttäuschend ist bzw. keine Wunder bewirken kann, wird es dem Namen Zeiss nicht gerecht? (ich darf hier daran erinnern es ist nur ein ,,24mm f/2,0" dass auch nur ,,1100 bis 1300 €" (Anmerkung: es hätte wohl vor der derzeitigen Preiserhöhungen seit den letzten Jahren, wäre es vorher erschienen wahrscheinlich nur 900-1000,-€ gekostet bzw. wert gewesen. Beispiel: das Zeiss 135mm kostete damals in der UVP nur ca. 1300, heute 1600,-€! Das nenne ich Inflation pur spürbar bei High-End Produkten) kostet, es ist kein Meisterwerk von Zeiss, wäre es dann wäre es deutlich teurer und hätte vor allen Dingen eine etwas andere Lichtstärke...)

Zudem es ist hinlänglich bekannt, dass man keine Spitzenwerte bei Offenblende bei den meisten Objektive erwarten kann (bis auf die großen Ausnahmen, aber auch da ist der Wurm vorhanden in Sachen Schärfentiefe bedingt durch die Brennweite und Motivabstand etc.), klar es ist ein Zeiss, aber auch ein Zeiss spielt seine Stärken erst beim Abblenden aus und es war irgendwie schon hinlänglich bekannt, dass das 24mm Zeiss hier keine Wunder in Sachen Offenblende erreicht, wenn man schon dpreview und andere Tests diverser Quellen gelesen hatte.

Ich finde dieses Urteil ist nicht wirklich objektiv oder gerecht getroffen mit anderen Worten, da sie hier von einer Grunderwartung ausgehen, dass bei Offenblende alles knackscharf sein sollte, aber sie nicht diesen Umstand beachten + ihre eigene Feststellung, dass es offenbar doch bei f/5,6 beispielsweise laut ihren Artikel gute (bis wenn nicht sogar sehr gute) Ergebnisse durchaus erzielt? Ich meine damit wird eigentlich hier wirklich in diesem Test für den Leser deutlich wie das Objektiv insgesamt zu beurteilen ist in der Gesamtrelation? Oder ist dies hier gar nicht beabsichtigt?

Und ist eine Dejustierung bzw. fehlerhaftes Objektiv jetzt auszuschließen oder nicht? (es gibt auch in diesem Artikel nur eine Mitmaßung oder laut unbekannter Quellen eine Andeutung darauf, dass hier schlechtes Qualitätsmanagement an diesen Testergebnissen auch schuld sei)

Und eine andere Frage wurden bei den DxO Optics Pro RAW-Konvertierungen zu JPEG Bildern aus Bratislava auch wenigstens mal mehrere Abblendungsreihen gemacht und am besten noch per Stativ (+ SSS/AS aus) und in der Konvertierung schon Objektivkorrekturen bezüglich der Schärfe gemacht + andere Nachschärfungen? Denn erst dann kann man wirklich die besten Ergebnisse erzielen mit DxO. Hier hilft es nämlich nichts die Funktionen allesamt abzustellen. Ich denke aber das wurde hier sicherlich beachtet.

Cooosina

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 16:21

...oder bei Cosina? Früher Neckermann-FotoQuelle usw., jetzt "Voigtländer".

Grüßender schrieb:

Da sind die Vorurteile gegenüber Sony also berechtigt. Interessant.

Ist denn bekannt, wer das Zeiss/Sony Objektiv baut? Gerechnet und produziert wurde es bei Sony und ist damit ggf. eine Neurechnung eines früheren Minola-Objektivs, das dann ein Zeiss-Gütesiegel bekommt (oder eben eine Neurechnung von Sony?! Oder doch eine von Zeiss?)? Schade, dass Zeiss selbst kein vergleichbares Objektiv im Angebot hat. Das Ergebnis hätte mich sehr interessiert!

Mal schauen, wie morgen Leica abschneidet!

Na ja Peter,

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 12:04

inzwischen ist Nikon halt sogar von denen überholt worden...Bei Nikon außer zwei monsterschweren Zooms nur digitaluntaugliche Gurken. Da kauf ich lieber bei Siechma...und wenns mal nostalgisch sein soll ein schönes Voigtländer...

Echt schade....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 17:34

Das kommt davon wenn man seinen guten Namen bei einer fremden Firma abgibt. Da geht die Kontrolle über die Produktion verloren. Die Marketing Leute freuen sich weil sie wieder was zum auslutschen und kaputt machen gefunden haben. Die Dividende muss stimmen und fertig.
Echt schade um einen einst guten Optik Produzenten, das sie es konnten haben sie Jahrzehnte lang ausführlich bewiesen.

Nichts von Zeiss!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 18:27

An dieser Objektivlinie für die alphas ist offenbar nichts von Zeiss, aber auch Sony selbst müßte das besser können! Mir fallen zwei Dinge auf:
1.Warum bringt Sony ein solches Objektiv unter dem Namen Zeiss heraus? Der Schuß geht doch nach hinten los!
2.Warum gibt Zeiss seinen Namen dafür her?

Wer lesen kann, braucht

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 11:26

Wer lesen kann, braucht keine Vorturteile.

Die ZA Objektive sind Designed von Zeiss, das Glass kommt von Zeiss (wie die Beschichtung), die Fassung kommt von Sony, die Endmontage findet in Japan statt (ehemaliges Minolta G werk).
Zeiss prüft den Produktionsprozess in diesem Werk regelmäßig und übernimmt auch die Endkontrolle.
Kann man auf der Webseite von Zeiss nachlesen.

Jedes Sony/Zeiss Objektiv hat 2 Seriennummern (Sony: Fassung Zeiss:Optische Gruppe)
Und jedes hat eine persönliche Unterschift vom Mitarbeiter der Endkontrolle.

Beim 16-80 gab es in den ersten Monaten auch extreme Probleme mit der Endkontrolle.
Viele hatten Probleme mit der Bildqualität.
Mittlerweile ist das anscheinend behoben, da man keine Beschwerden mehr liest.

...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. Mai 2011 - 19:12
Gast schrieb:

Die ZA Objektive sind Designed von Zeiss, das Glass kommt von Zeiss (wie die Beschichtung), die Fassung kommt von Sony, die Endmontage findet in Japan statt (ehemaliges Minolta G werk).
Zeiss prüft den Produktionsprozess in diesem Werk regelmäßig und übernimmt auch die Endkontrolle.
Kann man auf der Webseite von Zeiss nachlesen.

Um der Gerüchtebildung etwas Einhalt zu gebieten, es gibt weder offizielle Informationen zur Herkunft des Glases noch in welchem Werk die Optik gefertigt wird - außer: "in Japan". Es kursiert immer wieder das Gerücht, daß es sich um ein von Sony übernommenes Konica Minolta-Werk handle, aber Belege dafür gibt es bisher nicht.

Auf der Webseite von Zeiss findet sich in der FAQ nur folgende Erklärung:

http://www.zeiss.de/C12567A8003B0478/allBySubject/409CED73D5CBBF15C12571...

Zitat:

Wo werden ZEISS-Objektive für Sony-Kameras gefertigt?

Sony fertigt Digitalkameras verschiedener Typen in hoher Stückzahl in mehreren Werken in Japan. Die jeweiligen Objektive müssen aus Gründen der Versorgungssicherheit und wirtschaftlichen Risikominimierung jeweils in einem Objektivwerk in der direkten Umgebung des entsprechenden Kameramontagewerks gefertigt werden.

ZEISS-Objektive für Sony-Digitalkameras werden von Objektiv-entwicklern bei Carl Zeiss im Werk Oberkochen entwickelt samt den dazugehörigen Qualitätssicherungssystemen (Testverfahren, Testkriterien, Testgeräten, Testvorschriften, Leistungs-Zielwerte usw.). Das jeweilige Objektiv wird dann in einem von Carl Zeiss und Sony gemeinsam bestimmten Objektivwerk in Japan gefertigt. Qualitätssicherungsspezialisten von Carl Zeiss Oberkochen, implementieren das ZEISS-Qualitätssicherungssystem im jeweiligen Objektivwerk. Dazu werden vielfach auch ZEISS-Optikmesssysteme installiert. Carl Zeiss auditiert die jeweilige Objektivfertigung regelmäßig.

Alle diese Maßnahmen gewährleisten, dass Objektive der Marke ZEISS in Digitalkameras von Sony die Qualitätserwartungen erfüllen, die anspruchsvolle Verwender mit der Marke ZEISS verbinden.

Grüße,

Matthias

Preispolitik + Produktportfoliopolitik von Sony sowieso...

Eingetragen von
Photographie
(Stammgast)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 11:52
Gast schrieb:

An dieser Objektivlinie für die alphas ist offenbar nichts von Zeiss, aber auch Sony selbst müßte das besser können! Mir fallen zwei Dinge auf:
1.Warum bringt Sony ein solches Objektiv unter dem Namen Zeiss heraus? Der Schuß geht doch nach hinten los!
2.Warum gibt Zeiss seinen Namen dafür her?

Ich frage mich eher wer braucht ein 24mm f/2,0? In Anbetracht dessen das es moderne 24mm f/1,4 gibt.. Ich denke hier wollte Sony und Zeiss ein kostengünstiges 24mm f/2,0 geben, das zwar nicht so lichtstark ist wie ein 24mm f/1,4 aber dafür günstiger ist als das Nikkor 24mm f/1,4 G ED... Aber warum dann nicht gleich ein teures ordentliches 24mm f/1,4 Zeiss ZA, dass wirklich der Oberhammer geworden wäre in der 24mm Klasse?

=> Denn so ist das 24mm f/2,0 wie ich bereits hier eingangs in einen anderen Kommentar schrieb, nur ein Kompromiss und nur ein ,,24mm f/2,0", dass man nicht wirklich braucht oder als ,,Must-Have" ansehen muss oder sollte, wenn man schon diese Brennweite mit lichtstarken Zooms mit f/2,8 bereits nutzen kann... Aber dennoch das schlechte Urteil über das 24mm f/2,0 kann ich dennoch nicht so ganz verstehen im photoscala-Test...

Fragt mich nicht warum, aber Sony hat irgendwie den Tick sich an den Objektivpreisen von Nikon zu orientieren, anstatt an den günstigeren Mitbewerber Canon, der sowieso in Sachen Preispolitik bei Objektiven den Kunden günstigere Produkte streckenweise anbietet... Andererseits Nikon hat viele Neurechnungen, die ihr Geld wert sind. (und das weiß ich selbst als Nicht-Nikon User durchaus)

Abgesehen davon es nervt mich eher was anderes:
-Wann kommt der Alpha 700 Nachfolger
-offenbar keine OVF Kameras mehr für's Kleinbild (Suchervorteil der Alpha 900 und Co. zunichte gemacht, zugunsten eines EVF und SLT-Technik)
-Wann gibt's endlich mal (mehr) Informationen zu den angeblich kommenden Kleinbild/Vollformat Kameras?

Photographie schrieb: -Wann

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 16:28
Photographie schrieb:

-Wann kommt der Alpha 700 Nachfolger

Am 7/7/2011?

Hallo VF`ler

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 16:19

Für das VF gibt es eben keine Weitwinkelobjektive die man nicht ordentlich abblenden müsste, um da eine gute Abbildqualität zu erreichen. Daher ises eben ziemlich wurscht ob da Canon, Nikon oder Zeiss drauf steht.

Lieber Nicht-VFler

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 22:31

Auf- oder Abblenden war beim Kleinbild- oder auch bei größeren Formaten stets eine Disziplin der Bildgestaltung - und des Bewußtseins über die Grenzen des vernünftig Machbaren.
Bei kleineren Formaten tritt, dank der ausgeprägten Schärfentiefe bei vergleichbarem Bildwinkel, ein solches Denken als auch das Bewußtsein darüber ganz offensichtlich in den Hintergrund. 8-)

Genau! Bei VF muss man im Vgl. zu Crop-Formaten auch abblenden!

Eingetragen von
Photographie
(Stammgast)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 12:17
Gast schrieb:

Auf- oder Abblenden war beim Kleinbild- oder auch bei größeren Formaten stets eine Disziplin der Bildgestaltung - und des Bewußtseins über die Grenzen des vernünftig Machbaren.
Bei kleineren Formaten tritt, dank der ausgeprägten Schärfentiefe bei vergleichbarem Bildwinkel, ein solches Denken als auch das Bewußtsein darüber ganz offensichtlich in den Hintergrund. 8-)

Genau! Selbst bei Weitwinkelbrennweiten abblenden, insbesondere wenn die Schärfentiefe im Nahbereich weiter gehen sollte!
Beispielsweise bei 24mm Brennweite und 10m Motivabstand:

-bei f/2,0 nur:

Depth of field
Near limit 4.9 m
Far limit Infinity
Total Infinite

bei f/7,1:

Depth of field
Near limit 2.13 m
Far limit Infinity
Total Infinite

Durchaus sinnvoll also, wenn man abblendet trotz Weitwinkelbrennweite + Vollformat-Kleinbild Sensor. Das Argument des Weitwinkelvorteils bei Vollformat-Kleinbild hilft nur in Sachen Schärfentiefe im Fernbereich, der ist nämlich rechnerisch meistens im unendlichen Bereich mit einen WW-Objektiv und VF-KB Sensor. ;-) Aber hilft einen nicht viel, wenn die Abbildungsleistung im Fernbereich auch nicht viel hilft bei Offenblende... (dazu später mehr)

Generell gilt auch dass man beim Abblenden, sofern die Beugungsunschärfe und andere Probleme durch Abbildungsfehler beim Abblenden auftreten (ab > f/11 oder erst bei f/16 treten schon deutliche Schärfeverluste bzw. Beugungsunschärfeeffekte auf), die Schärfentiefe erhöht sowohl im Nah,- als auch im Fernbereich. Wichtiger ist aber das man mit vernünftigen Abblenden auch die optische Abbildungsleistung der meisten Objektive deutlich erhöht in Sachen Schärfe bzw. Auflösungsvermögen und somit die Bilder insgesamt schärfer wirken, sprich Offenblende wird dir auch nicht viel nützen, wenn bei Offenblende nicht das Maximum an Schärfe über den gesamten Bildbereich von der Bildmitte bis zu den extremen Rändern erreicht werden kann... Mit anderen Worten ein vernünftiges Maß an Abblenden hat noch nie jemanden geschadet, wenn es darum geht knackig scharfe Bilder mit einen großen Schärfentiefebereich zu erzeugen. ;-)

Und bei der Portraitfotografie zum Beispiel, wo man auch gerne mal schöne Unschärfeeffekte nutzen möchte ist natürlich die Offenblende und ein eingeschränkter Schärfentiefebereich erwünscht. Das ist aber eine andere Geschichte jetzt.

Bliebe noch zu ergänzen -

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 12:49

vor allem für alle Offenblendfanatiker - dass es mir auch zu Filmzeiten nicht im Traum eingefallen wäre, selbst nicht mit einem hochkorrigierten Macro, Repros zum Beispiel bei Offenblende zu fotografieren. Selbstverständlich haben wir uns schon damals, und heute noch immer, an der jeweils optimalen Blende des jeweiligen Objektivs orientiert; während die großen und die kleinen Blenden den Erfordernissen kreativer Bildgestaltung vorbehalten waren und sind.

VF ist DXO und Adobes liebstes Kind

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 18:21

Was wäre wohl aus dem VF geworden, wenn es nicht die EBV gäbe, die die zahlreichen Mängel, die sich u. a. aus der Kombination von Weitwinkel und Vollformat ergeben, wieder wegbügeln würde. Ganz schafft sie es, wie die Tests der verschiedenen Objektive eindrucksvoll zeigt, aber nicht - gelle.
Ich bin ja mal auf die neuen Vollformatkameras mit mehr als 30 MPX gespannt, was dann wird. Von unten begrenzt durch fehlende Objektive die offenblendtauglich sind und von oben durch die früh einsetzende Beugung. Dann bleiben als nutzbare Arbeitsblenden F 4-8.

die Alternative ist doch....

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 09:45
Gast schrieb:

....
Ich bin ja mal auf die neuen Vollformatkameras mit mehr als 30 MPX gespannt, was dann wird. Von unten begrenzt durch fehlende Objektive die offenblendtauglich sind und von oben durch die früh einsetzende Beugung. Dann bleiben als nutzbare Arbeitsblenden F 4-8.

das digitale MF. Nicht umsonst hat Leica die R-User verprellt und hat das eigene 'Leica-Format' mit der S2 verlassen. Auch bei Leica gibt es Leute die was von Optik verstehen.

Übrigens das Zeiss Distagon 4,0/40 CFE ist ein Beispiel für guten Objektivbau aus Oberkochen, an MF.

Ungereimtheiten

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Freitag, 27. Mai 2011 - 19:10

Zumindest 2 weitere Tests bei dpreview.com: "Gold Award", "Excellent image quality even wide open" und photozone.de: "Highly Recommended", "The Zeiss Distagon T* 24mm f/2 ZA SSM may not be as fast as its Canon and Nikon counterparts but it's capable of delivering a better image quality at comparable aperture settings." bewerten dieses Objektiv ausserordentlich gut.
Vorausgesetzt, dass die Tests von allen Testern sorgfältig durchgeführt wurden, bleibt eigentlich nur die Schlussfolgerung, dass das hier verwendete Objektiv schlecht justiert ist. In Anbetracht der Erfahrungen, die Lloyd Chambers von diglloyd.com mit brandneuen Nikon und Canon Objektiven gemacht hat, drängt sich der Eindruck auf, dass die großen Kamerahersteller die Endkontrolle zum Kunden hin verlagert haben.
ROG

Das kann's ja nicht sein

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 20:06

Wenn ich Nikon, Canon, Sony kaufe, und die entsprechenden Optiken dazu, dann "möchte" ich vielleicht auch den RAW-Konverter nutzen, der den Kameras beiliegt - und von dem ich demnach annehmen kann, dass er quasi einer Empfehlung des jeweiligen Herstellers gleich kommt. Und demnach sehe ich die Verantwortung für wenig befriedigende Ergebnisse auch nicht beim Tester, sondern beim jeweiligen Hersteller ...

Und was die "Endkontrolle beim Kunden" angeht: In dieser Hinsicht konnten in der Vergangenheit auch schon wesentlich kleinere Firmen "brillieren" - und da war der Workflow noch nicht mal annähernd digital (wofür der Kaffee beim zwangsweise gut ausgelasteten Custom Service geradezu legendär gewesen sein soll).

Sehe ich anders.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 21:47

Jede Firma hat eine Kernkompetenz. Bauteile, die nicht der Kernkompetenz entsprechen, werden von anderen Firmen zugekauft die auf dem ebtsprechenden Gebiet die Kernkompetenz haben und ggf unter eigenen Namen weiterverkauft. So bauen z.B. auch die Objektivhersteller keine eigenen Filter. Eine 100% plane Fläche hinzukriegen ist eine Kunst für sich. Das könne Hoya und B+W viel besser als Zeiss, Nikon, Canon, Leica, etc. Mancher Hersteller, wie Leica pinselt dann den eigenen Namen auf die Filter der genannten.

Sollen die großen Kamerahersteller das auch mit den RAW Konverten machen? Was man so liest, müssen wohl die RAW Konverter von allen Kameraherstellern suboptimal sein. Panasonic und Samsung legen wohl Silkypix bei. Leica versucht es erst gar nicht.

Dafür gibt es andere Firmen, die sich auf die hohe Kunst der Bildrekonstruktion spezialisiert haben. Leica legt der Kamera deshalb gleich Capture One bzw. Lightroom bei. Aber sollen das Canon, Nikon, Sony auch machen...? Zumal alle RAW-Konverter ihre typischen Stärken und Schwächen haben. Drum habe ich mehrere RAW-Konverter installiert: Wenn mein primärer kein zufriedenstellendes Ergebnis liefert, probiere ich einen anderen aus (meistens stellt sich dann aber heraus, dass die anderen ein noch weniger zufriedenstellendes Ergebnis liefern)

Schon aus Eigeninteresse

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 00:22

würde ich annehmen wollen, dass Firmen beim RAW-Konverter so verfahren, wie sie's im Zweifel bei den Filtern praktizieren ... 8-)

Das kann ja wohl nicht sein ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 27. Mai 2011 - 22:52

... dass dieser Test repräsentativ für das getestete Objektiv ist! Wurde denn der Hersteller vorab mit den Ergebnissen konfrontiert und um eine Stellungnahme gebeten? Hat mindestens ein weiteres Objektiv dieselben Schwächen aufgewiesen? Wenn nicht, dann handelt es sich hier bei dem Test- wohl um ein Mängel-Exemplar.

Bei der Beurteilung von Objektiven verschiedene RAW-Konverter zu nehmen, ist natürlich auch irgendwie Käse. (Wenngleich ich nicht glaube, dass das einen großen Einfluss auf die Ergebnisse hat).

Was aber gar nicht geht: Bei den einen oder anderen Objektiven nur die Testergebnisse zeigen, beim CZ dann aber auch noch (natürliche schlechte!) Beispiele aus der Praxis. Sorry, das riecht nach Manipulation.

Trotzdem Danke für den Test :-). Auch wenn das CZ besser abgeschnitten hätte, würde ich meiner A900 wohl das Sigma spendieren. Dessen Leistung würde mich reichen, der Preis auch.

Keine Manipulation!

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 07:33
Gast schrieb:

... dass dieser Test repräsentativ für das getestete Objektiv ist! Wurde denn der Hersteller vorab mit den Ergebnissen konfrontiert und um eine Stellungnahme gebeten? Hat mindestens ein weiteres Objektiv dieselben Schwächen aufgewiesen? Wenn nicht, dann handelt es sich hier bei dem Test- wohl um ein Mängel-Exemplar.

Bei der Beurteilung von Objektiven verschiedene RAW-Konverter zu nehmen, ist natürlich auch irgendwie Käse. (Wenngleich ich nicht glaube, dass das einen großen Einfluss auf die Ergebnisse hat).

Was aber gar nicht geht: Bei den einen oder anderen Objektiven nur die Testergebnisse zeigen, beim CZ dann aber auch noch (natürliche schlechte!) Beispiele aus der Praxis. Sorry, das riecht nach Manipulation.

Trotzdem Danke für den Test :-). Auch wenn das CZ besser abgeschnitten hätte, würde ich meiner A900 wohl das Sigma spendieren. Dessen Leistung würde mich reichen, der Preis auch.

Ich möchte Ihren Verdacht auf Manipulation deutlich zurückweisen!

Ich habe die Bildleistung bei Sony gezeigt, weil immer wieder die Kritik kommt - ...diese Messergebnisse sind doch für die Praxis komplett uninteressant und haben überhaupt keine Bedeutung..!

Aus Quellenschutz werde ich keine Namen nennen, aber ich kontaktiere bei schlechten Ergebnissen immer den Hersteller (und habe es auch in der gesamten Testserie einige Male gemacht!!) und diskutiere mit den entsprechenden Verantwortlichen die Messergebnisse, bevor sie verwendet werden. Manchmal ist die Reaktion - oh weh, wir senden Ihnen umgehend ein anderes Objektiv - aber manchmal ist die Reaktion auch so: Na und, es ist eben so, was soll´s.
Was mich grundsätzlich verwundert ist, dass die Hersteller oder die Vertriebsorganisation, die ja von Anbeginn an in Kenntnis gesetzt wird, dass die Objektive bzw. Kameras einem technischen Test unterzogen werden, nicht besser ausgesucht werden, da es ja bei jeder Serienproduktion Qualitätsschwankungen gibt. Man kann dies dann entweder positiv sehen (das Unternehmen schickt ein Objektiv, das auch irgendein Kunde kaufen könnte) oder auch als negativ (dem Unternehmen ist es absolut egal, was bei dem Test herauskommt). Ich kann Ihnen auch viel darüber erzählen, wie man von Unternehmen behandelt wird, wenn man schlechte Testergebnisse diskutieren will - von sehr besorgt und interessiert, es zu verbessern, bis zu totaler Ignoranz.

Methodik

Bild von Max Rheub
Eingetragen von
Max Rheub
(Inventar)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 09:14

Für mich gibt es zwei Ansatzpunkte, über die Methodik zu diskutieren:

1.) RAW-Konverter: wenn es um einen OBJEKTIVTEST geht, sollte alles, was hinter dem Objektiv ist, identisch sein. Natürlich paßt dieses Objektiv nicht an eine NIKON oder CANON, da muß es also schon gewisse Unterschiede geben. Aber alles, was identisch sein kann, sollte identisch sein, um die Unterschiede bzw dieUrsache der Unterschiede erkennen zu können. Da hilft meiner Meinung auch das Argumet des "quasi-empfohlenen" Konverters nicht. Das ist meiner Meinung nach eine empfindliche Schwäche des Tests - kann aber ausgebügelt werden.
Vergleiche unter soweit möglich identischen Bedingungen wären aussagekräftiger.

2.) Anzahl der getesteten Objektive: Es ist klar, daß hier nicht die jeweiligen Baureihe getestet wurden, sondern Einzelexemplare. Ich weiß nicht, ob die Hersteller die Exemplare explizit für den Test zur Verfügung gestellt haben oder ob die Objektive "über den Ladentisch" gegangen sind (ich habe auch nicht alle Beiträge gelesen). Je nachdem, wäre es ein Indiz ...
Trotzdem wurde offenbar nur jeweils ein einziges Objektiv geprüft, was in jeglicher Hinsicht (sowohl nach oben wie nach unten) keine Pauschalaussage über die zu erwartende Qualität der ganzen Serie zuläßt. Das aber ist das Problem aller dieser Tests, niemand hat wohl von jedem Objektiv 10 Exemplare, die zufällig aus mehreren Kontinenten zusammengekauft wurden, vorrätig.

Punkt 2 ist kaum zu ändern, eine Nachprüfung mit identischen Konvertern wäre allerdings wünschenswert - würde es doch eine Aussage über die Kamerahersteller implizieren (insbesondere bei SONY, wo ja angeblich kein seriöser Nutzer diesen angeblich bekannt und anerkannt schlechten Konverter auch nur mit Gummihandschuhen anfaßt, jajaja).

Übrigens: Wäre das Ergebnis des SIGMA so ausgefallen, hätte es wohl nur 3 Kommentare gegeben, jeweils mit dem Tenor "you get what you pay for".

Wegen des zu erwartenden LEICA-Tests sollte ThoMas mehr Speicher mieten ....

P.S.: Mein DISTAGON 2,8/25 war damals auch eine verhältnismäßige Gurke, die im Vergleich mit meinen anderen ZEISS-Objektiven (und auch mit dem ein oder anderen Fremdobjektiv) stark abgefallen ist.

Das sehe ich völlig anders

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 09:55
Max Rheub schrieb:

Für mich gibt es zwei Ansatzpunkte, über die Methodik zu diskutieren:

1.) RAW-Konverter: wenn es um einen OBJEKTIVTEST geht, sollte alles, was hinter dem Objektiv ist, identisch sein. Natürlich paßt dieses Objektiv nicht an eine NIKON oder CANON, da muß es also schon gewisse Unterschiede geben. Aber alles, was identisch sein kann, sollte identisch sein, um die Unterschiede bzw dieUrsache der Unterschiede erkennen zu können. Da hilft meiner Meinung auch das Argumet des "quasi-empfohlenen" Konverters nicht. Das ist meiner Meinung nach eine empfindliche Schwäche des Tests - kann aber ausgebügelt werden.
Vergleiche unter soweit möglich identischen Bedingungen wären aussagekräftiger.

Wenn in dem Test der RAW-Konverter X für alle genommen worden wäre, dann wäre hier nur gepostet worden: aber mit dem Konverter Y wäre alles viel besser. Ich kann mich an die analoge Zeit erinnern. Nur mit dem Entwickler X wird es wirklich gut, nein mit dem Entwickler Z etc. Man kann es nie allen recht machen. Der Grundsatz: getestet wie geliefert ist fair.

Die Lösung wäre hierfür:

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 12:56

Eine Systemkamera nehmen, das fast nahezu alle möglichen Bajonette aufnehmen kann. Mit anderen Worten:
-Sony NEX-Kamerasystem + Adapter für das EF, F, A-Bajonett anbringen und die Objektive mit einer NEX-Kamera testen.
Und Raw-Bilder davon mit den gleichen Konverter machen.
-manuelles Fokussieren (erfordert genaue Handgriffe + Endkontrolle und natürlich stabiles Stativ sowieso)

Dann haben wir wirklich 100% aussagekräftige Ergebnisse!

Max Rheub schrieb:

Für mich gibt es zwei Ansatzpunkte, über die Methodik zu diskutieren:

1.) RAW-Konverter: wenn es um einen OBJEKTIVTEST geht, sollte alles, was hinter dem Objektiv ist, identisch sein. Natürlich paßt dieses Objektiv nicht an eine NIKON oder CANON, da muß es also schon gewisse Unterschiede geben. Aber alles, was identisch sein kann, sollte identisch sein, um die Unterschiede bzw dieUrsache der Unterschiede erkennen zu können. Da hilft meiner Meinung auch das Argumet des "quasi-empfohlenen" Konverters nicht. Das ist meiner Meinung nach eine empfindliche Schwäche des Tests - kann aber ausgebügelt werden.
Vergleiche unter soweit möglich identischen Bedingungen wären aussagekräftiger.

2.) Anzahl der getesteten Objektive: Es ist klar, daß hier nicht die jeweiligen Baureihe getestet wurden, sondern Einzelexemplare. Ich weiß nicht, ob die Hersteller die Exemplare explizit für den Test zur Verfügung gestellt haben oder ob die Objektive "über den Ladentisch" gegangen sind (ich habe auch nicht alle Beiträge gelesen). Je nachdem, wäre es ein Indiz ...
Trotzdem wurde offenbar nur jeweils ein einziges Objektiv geprüft, was in jeglicher Hinsicht (sowohl nach oben wie nach unten) keine Pauschalaussage über die zu erwartende Qualität der ganzen Serie zuläßt. Das aber ist das Problem aller dieser Tests, niemand hat wohl von jedem Objektiv 10 Exemplare, die zufällig aus mehreren Kontinenten zusammengekauft wurden, vorrätig.

Punkt 2 ist kaum zu ändern, eine Nachprüfung mit identischen Konvertern wäre allerdings wünschenswert - würde es doch eine Aussage über die Kamerahersteller implizieren (insbesondere bei SONY, wo ja angeblich kein seriöser Nutzer diesen angeblich bekannt und anerkannt schlechten Konverter auch nur mit Gummihandschuhen anfaßt, jajaja).

Übrigens: Wäre das Ergebnis des SIGMA so ausgefallen, hätte es wohl nur 3 Kommentare gegeben, jeweils mit dem Tenor "you get what you pay for".

Wegen des zu erwartenden LEICA-Tests sollte ThoMas mehr Speicher mieten ....

P.S.: Mein DISTAGON 2,8/25 war damals auch eine verhältnismäßige Gurke, die im Vergleich mit meinen anderen ZEISS-Objektiven (und auch mit dem ein oder anderen Fremdobjektiv) stark abgefallen ist.

Exemplarstreuungen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 09:24

Exemplarstreuungen würde ich annehmen, wenn es Probleme mit der Zentrierung (einseitige Unschärfen) gibt.
Die hier gezeigten Farblängsfehler sind damit nicht erklärbar.

Was hier bei diesem Test aber ganz sicher streut, das sind die verschiedenen Softwaretools mit ihren unterschiedlichen Korrekturalgorithmen. Der Hinweis, diese seien neutral eingestellt, ist irreführend, denn nicht alle Korrekturen lassen sich abschalten. Insoweit ist das hier ein Äpfel-mit-Birnen Vergleich.

Affenfelsen....

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 10:06

Mit leichter Ausrüstung, weil viel durch das Gelände gegangen wurde war ich als Fotograf mit NUR einer Kamera und zwei Objektiven unterwegs. Der Hersteller hat seine Verkaufs/Service Niederlassung in der Nähe des Flughafens Düsseldorf. Meine Kamera, obwohl sie vorher zur Überprüfung beim Service gewesen ist, war plötzlich nicht mehr betriebsbereit. Kann vorkommen!

Nun musste ich mir in einem mir unbekannten Land auf einem anderen Kontinent einen Ersatz kaufen, wollte ich mir eine Peinlichkeit ersparen. Ich besaß zu dieser Zeit mehrere original Objektive und zwei Kameras von diesem Hersteller.

Mit einem arroganten Blick von oben herab und mit dem Satz „Wer fährt denn mit nur einer Kamera in den Urlaub?“ wurde ich bedacht als ich den Ausfall (trotz vorsorglicher Überprüfung) monierte.

Keine Entschuldigung kein nettes Wort, nein blöde angemacht, das war´s. So viel zur Arroganz von größeren Betrieben und dem Umgang mit bezahlenden Kunden. Natürlich habe ich das System gewechselt und bin fleißig dabei meinen Fotografenkollegen den Grund dafür zu erklären. Image Pflege nennen die Weltkonzerne das was ich jetzt mache.

Diese Arroganz findet man leider sehr oft bei großen Konzernen/Dienstleistungsanbietern wenn der Kunde keine schnelle Ausweichmöglichkeit hat. Monopolisten wie Energie-, Kommunikationsanbieter sind ein Paradebeispiel für den lausigen Umgang mit bezahlenden Kunden.

Warum soll das bei Objektiv Herstellern anders sein? Solange mit geringem Aufwand gute Gewinne erzielt werden nennt sich das vornehm Ökonomie. Wer lästig wird, wie zum Beispiel ein Tester, der wird am langen Arm verhungern. Weil man zu den Alpha Männchen keinen Zugang bekommt, weil die einzelnen Beta Männchen keine Entscheidungskompetenz besitzen und weil man das Alpha Männchen im selbstgefälligen Mittagsschläfchen stören müsste getraut sich eben keiner das Problemchen zu lösen. Der wohl sortierte Affenfelsen darf nicht gestört werden. Wie macht man das? Mit nicht Beachtung und Arroganz! Ernst wird es erst wenn das Futter(Geld) weniger wird.

Danke

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 10:45

für das Gleichnis vom Affenfelsen ...! 8-)

Märchenerzähler

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 19:51

...das übliche Geschwätz. Da fährt der Knipser einmal in drei Jahren in den Urlaub und stellt einen Tag vor der Abreise fest fest: Die Kamera will nicht mehr. Vielleicht ist wegen Nichtgebrauch die Batterie ausgelaufen, die Kamera wurde wegen völliger Unkenntnis fehlbedient oder ein Familienmitglied hat sie "gekillt." Dann wird in der Werkstatt eine Analyse vorgenommen und die Begebung des Defekts kostet unverschämterweise auch noch Geld. Das geht gar nicht. Natürlich ist dann der Service "arrogant" oder "wird aus dem Mittagsschlaf" geholt. Wwas für eine primtive Unterstellung, so einen Müll habe ich selten gelesen. Um dem Leser das noch einmal darzustellen: Mit der Fotovertretung in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens ist bestimmt Nikon gemeint. Das möchte er hier aber nicht behaupten, denn wenn die Nachfrage kommen würde: Welche Kamera, weches Objektiv, welcher Tag, welcher Seriennummer?, dann würde der Schreiber dieser peinlichen Zeilen schnell "kalte Füße bekommen". Aber trotzdem noch schnell bei photoscala ein Märchen loslassen.
Mit dem Nikon-Service in Düsseldorf und Köln hatte ich bisher nur allerbeste Erfahrungen. Glücklicherweise kam das aber relativ selten vor, denn egal ob F3, F4, F6, D2x oder D700, diese Kameras sind für ihre Zuverlässigkeit bekannt. Deswegen kaufen dises Systeme gerne Kunden aus dem Profilager, die sich außerdem mit moderner Kameratechnik auskennen und sogar eine Bedienungsanleitung lesen können. Antworten bitte nur ganz konkret mit der Angabe der Reparaturnummer!

Gast schrieb:

für das Gleichnis vom Affenfelsen ...! 8-)

Darum

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 20:25

gings in dem Gleichnis gar nicht ... 8-)

Deckt sich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 20:40

mit meinen eigenen Erfahrungen: Musste mir den Spruch anhören, ich hätte die Kamera ja günstig im Ausland gekauft, da dürfe ich mich nicht wundern.

(Die Knipse hatte damals, als man in Deutschland "Digital" nur vom Hörensagen kannte, den doppelten Preis gegenüber dem Verkaufspreis in Deutschland gekostet (als es sie dann ein Jahr später endlich hier gab))

Objektiv dejustiert

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 09:28

Bild 2 zeigt, daß das Objektiv stark dezentriert ist. Bei so einer massiven einseitigen Unschärfe kann man die Messungen eigentlich schon beenden (die meisten seriösen Tester tun das auch).

Ein ewiges Problem

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 01:27

Seit 1968 fotografiere ich beruflich. Im langen Fotografen Leben hatte ich preiswerte, gute und teure,schlechte Linsen besessen. Das unabhängig vom Hersteller. Was sich nicht geändert hat ist der Mensch der die Schuld dafür nicht bei sich sondern immer bei den anderen sucht, dazu neigt Schlechtes gut zu reden und was Gutes schlecht zu machen weil er es nicht selbst besitzt.

Wie immer getestet wird ist egal solange es für alle Objektive gleich ist. Tabellen und Kurven sind nicht alleine selig machend. Das Zahlen lügen können kennt jeder der sich mit Statistik beschäftigt.

Für unsere Probanden ist noch die Optische Täuschung hinzuzufügen. Die kann sowohl positive wie negative Auswirkungen haben. Denken sie an Lochblenden in der Makrofotografie oder an die Siebblende für das Porträt. Das hohe Lichtstärken und offene Blenden sich in Bezug auf Randfehler schlecht vertragen fällt bei kurzen Brennweiten besonders auf. Die Objektive sind für den Einsatz bei wenig Licht und unkritischen Motiven gebaut worden. Wer es besser haben möchte bringt seine Fachkamera und genügend Licht mit.

Deswegen kaufe sich jeder Fotograf das richtige Werkzeug. Bei Photoscala habe ich den Spruch ---Der Amateur kümmert sich um seine Ausrüstung, der Profi um das Geld, der Meister aber um das Licht.----gelesen. Also erst nachdenken, dann kundig machen, dann probieren, dann kaufen.

Bauartbedingter Abbildunsfehler

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 09:19

da ist er wieder.
Der Hochmut der Fotografenbranche ist ja im allgemeinen bekannt.Doch das wir alle im Endeffekt Objektive kaufen die eigentlich immer irgendwelche Abbildunsfehler aufweisen stört hier scheinbar niemanden mehr.Nein im Gegenteil es wir sogar heiter über die "Schwächen" vierstelliger Optiken diskutiert.
Moment mal..."sind wir so labil oder halten uns die Hersteller alle zu Narren", müsste doch die Frage lauten.
Ich gebe mein schwer verdientes Geld welches ich wohl möglich über Monate hinweg gespart habe für eine Konstruktion mit Abbildunsfehlern aus???
Nee..nee nicht mehr mit mir.

--------------------------
Weltmacht Nr.1 "das Internet"

Unseriös

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 09:32

"Das könnte, so legen unsere Tests und Recherchen nahe, nicht nur ein einzelner Ausreißer sein, sondern an den vielleicht aus Kostengründen etwas großzügigeren Produktionstoleranzen und der nicht so akribischen Endjustage liegen."

Das ist unseriös. Entweder man nennt Fakten oder man lässt diese vagen Andeutungen und Spekulationen weg.

Danke für die guten Tests, auch in der Vergangenheit!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 10:07

Herr Nyman, ihre Tests sind gut und haben mir in der Vergangenheit schon Arbeit erspart z.B. beim Vergleich digitales MF zu analogem MF oder digitalem KB.
Auch diese Tests zeigen was man doch schon immer vermutet hat: nicht überall wo ein großer Name drauf steht, steckt auch unbedingt die entsprechende Qualität drin. Als Beispiel können auch manche Leica R-Zoomobjektive aus Minolta Zeiten herhalten.

Spannend bleibt insgesamt aber die Frage: wo stecke ich meine Energie hinein: in die Korrektur der Optik oder in die digitale Nachkorrektur. In dieser Frage gehen die Hersteller teils unterschiedliche Wege. Teurer dürfte der erste Weg sein.

Nochmals Danke für die Tests!

Danke!

Bild von gnnyman
Eingetragen von
gnnyman
(Liebhaber)
am Samstag, 28. Mai 2011 - 13:31

Danke für die Ermunterungen!
Es ist sehr zeitaufwendig, solche Tests zu machen und auch ziemlich mühsam, immer wieder alle Objektiv-Kamerakombinationen so genau wie möglich zu justieren um möglichst alle Bedingungen reproduzierbar und identisch zu haben. Ich für mich habe mich dazu entschieden, prinzipiell vor dem Kauf eines Objektivs, dieses zu testen und wenn es für mich und meine Aufgaben wirklich gute Ergebnisse liefert, dann nehme ich es. Wenn nicht, verlange ich ein anderes Objektiv zum ausprobieren. Wenn ein Händler das nicht macht, gehe ich zu einem anderen Händler, der es macht.

Was die Energie betrifft - ich denke, durch die enorme Verbreiterung der Fotografie, die mit der Digitalfotografie erst richtig begonnen hat, werden die meisten Firmen etwas grosszügig was die Qualität betrifft - die meisten Kunden machen ja auch keine Aufnahmen, die sie dann auf grosse Formate drucken (und vorher entsprechend mit Farbmanagement behandeln). Ich teile meine Energie auf - wähle mir ein gutes Objektiv aus und bearbeite dann die Bilder mit einem dem Job bzw. Sujet angepassten optimierten Workflow. Die Hersteller denken ebenso - die einen konzentrieren sich auf die "perfekte" Optik und die anderen darauf, dass man die Restfehler einfach und gut mit Software kaschieren kann. Ich sage kaschieren, denn entfernen stimmt nicht - ein Beispiel: Ein Farbsaum, der von Farbquerfehler zeugt, wird in einem der vielen "Korrekturprogrammen" nicht so entfernt, dass das gesamte Bild unter Zuhilfenahme der Optikrechnung des Herstellers neu "gerechnet" wird um genau den Farbquerfehler des verwendeten Objektivs der Optik/Kamerakombination zu eliminieren, sondern der Farbsaum wird kaschiert indem die störende Farbe weggenommen und die Saumbereiche "verschoben" werden. Das passt meistens dann recht gut, wenn der Farbquerfehler die angenommene Struktur und geometrische Verteilung hat, wenn allerdings sich dieser geometrisch anders verhält, so sind die Farbsäume in einem Teil des Bildes weg und in anderen Teilen entweder noch da oder auch gar stärker geworden. Da hilft dann meistens nur mehr ein für genau jenes Objektiv und jene Kamera erstelltes Korrekturfile (Adobe lens profile creator), das die Gegebenheiten dieser Anordnung widerspiegelt - nicht perfekt, aber recht brauchbar.

Mir ist es immer wieder aufgefallen, dass es oft die weniger "berühmten" Hersteller sind, die ein grosses Interesse an guten Optiken haben, während viele grosse Namen kaum Interesse zeigen. Leica ist da eine Ausnahme, die sind sehr interessiert und auch sehr bemüht, dass die Qualität dem Namen gerecht wird. Um gleich wieder irgendwelchen komischen Kommentaren den Wind aus den Segeln zu nehmen - ich habe keine M9, ich kann sie mir auch nicht leisten und ich habe auch keine Vorteile davon, dass ich Leica so gut einschätze. Auch Leica macht Objektive, die nicht so supergut sind, aber die sind bemüht, wenn etwas nicht gut ist, es gut zu machen. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

Was die Tests betrifft, solange der Chefredakteur Interesse an diesen Tests von mir hat, mache ich weiter....

Systemschwäche

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 11:23

Mich wundert das ganze Tumult hier. Es ist doch hinlänglich bekannt, dass das sogenannte Vollformat bei Offenblende Probleme mit der Randschärfe hat. Außerdem ist es bekannt, dass Weitwinkelobjektive ebenfalls Probleme zeitigen. Das liegt einfach darn, dass das alte Bajonett aus Analogzeiten beibehalten wurde und der Sensor so groß ist wie der Kleinbildfilm. Da treffen die Lichtstrahlen am Rand eben schräg auf. Dem Film machte das nicht so viel aus, den Photodioden, die durch Leitungsdrähte abgeschattet werden und tief im Silikon eingebettet wurden, schon. Da kommt eben wenig Licht hin und die elektronische Bildverarbeitung rechnet da fleißig rum, um es auszugleichen. Bei lichtstarken Weitwinkelobjektiven potenzieren sich halt die Probleme. Man kann z. B. im Fotomagazin, die jedes Objektiv an Vollformatkameras und an APS-C testen, sehen, dass das selbe Objektiv am Halbformat bessere, meist wesentlich bessere, Leistung zeigt.
Bin mal auf das Leica gespannt, die haben ja einen speziellen Sensor der mehr Licht in die Ecken leitet.

Durch endloses Wiederholen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. Mai 2011 - 16:25

von Unwahrheiten werden sie auch nicht wahrer.

Natürlich sieht das Bild an eine APS-C Knipse (viel) besser aus, als an Kleinbild. Und noch besser, wenn Du sie auf eine MFT Kamera flanschst: Der Grund liegt aber nicht im Aufnahmeformat, sondern wieviel Du von dem Bildkreis siehst: Ein lausiges Objektiv kann im Zentrum noch eine gute Leistung bringen und zum Rand hin grottenschlecht abfallen. Bei kleineren Sensoren siehst Du dieses Grottenschlecht halt nicht.

Sensorgröße

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. Mai 2011 - 19:48
Gast schrieb:

sehen, dass das selbe Objektiv am Halbformat bessere, meist wesentlich bessere, Leistung zeigt.

Leider zeigt es auch weniger Bildwinkel.

Ich benutze eine M8 mit Crop 1,3 Sensor, wodurch manche Randunschärfen wegfallen. Andererseits wirkt das 21/1.4 an der M8 nur wie ein 28er an Kleinbild.

Gast schrieb:

Bin mal auf das Leica gespannt, die haben ja einen speziellen Sensor der mehr Licht in die Ecken leitet.

Diese versetzten Mikrolinsen findet man auch bei anderen Hersteller.

Warum F1,4 wenig bringt und nochmal zum Testergebnis

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 31. Mai 2011 - 22:55

Die Entscheidung von Sony für eine Anfangsblende von f2 war richtig. Das Objektiv wird bei vergleichbarer Qualität kleiner und leichter. Ob der gestalterische Gewinn durch die geringere Schärfentiefe bei f1,4 so wesentlich ist, halte ich für fraglich. Der tatsächliche Lichtgewinn von f1,4 zu F2,0 liegt an einer DSLR in diesem Blendenbereich weit unter einer Blendenstufe, fällt also nicht wirklich ins Gewicht. DXO hat das Phänomen näher erläutert:
http://www.dxomark.com/index.php/en/Our-publications/DxOMark-Insights/F-...
Das gilt natürlich markenübergreifend. Die Kameras "wissen" das und drehen intern unbemerkt einfach die ISO hoch. Weiteres dazu siehe:
http://www.luminous-landscape.com/essays/dxomark_sensor_for_benchmarking...

Dass das Zeiss 2/24 hier vergleichsweise schwach abschneidet, überrascht mich besonders in Punkto Auflösung. Ich fände es gut, wenn das Ergebnis an einem anderen Exemplar überprüft würde.

Unwesentlich kleiner

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Juni 2011 - 08:58

als das Canon 1,4/24 ...